Drei Fragen an: Anton Knijf
„Japan hat auf uns nicht gewartet“

Im Gespräch mit dem Handelsblatt äußert sich Anton Knijf, Präsident der Metro Cash & Carry in Japan, über den Start im Land der aufgehenden Sonne, die Eigenheiten des dortigen Marktes, die Vorteile des späten Markteintritts und die Unterschiede zur Konkurrenz.

Handelsblatt: Herr Knijf, vor welchen Schwierigkeiten stehen Sie beim Markteintritt in Japan?

Anton Knijf: Wenn wir in einen Markt wie Japan hineingehen, wo die Handelsregeln seit dreißig, vierzig Jahren und noch länger festgelegt sind, können wir nicht so vermessen sein zu sagen: Wir kommen an und machen alles anders. Japan hat nicht auf Metro gewartet. Es ist wirklich wichtig, sich an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen und sich Partner zu suchen, die ebenfalls an einem Wandel interessiert sind. Wenn Sie den Markt heute ansehen, finden Sie ein großes Bedürfnis nach Änderungen. Natürlich gibt es örtliche Monopole oder beispielsweise die Bier-Kartelle, und man trifft natürlich auf einen gewissen Widerstand. Wer im Ausland erfolgreich sein will, muss sich anpassen, darf aber seine Kernideen nicht aufgeben. Hier zeigt sich auch unser „last mover advantage“.

Worin soll der Vorteil liegen, zuletzt gekommen zu sein?

Wenn Sie in einen Markt gehen, wo schon alles vorhanden ist, wo die Leute allem von außen skeptisch gegenüber stehen, müssen Sie besonders kreativ sein, um diese Hürden zu überwinden. Unser Vorteil besteht darin, dass wir das in den vergangenen vier Jahren geschafft haben. Das verschafft uns einen Wettbewerbsvorteil.

Was ist derzeit der Hauptunterschied zu den Alteingesessenen?

Metro Cash & Carry repräsentiert ein einzigartiges Konzept und besetzt in Japan eine Nische. Wir sind das einzige Unternehmen hier, das alles unter einem Dach anbietet. Unsere Kunden können hereinkommen und alle ihre Bedürfnisse befriedigen. Das schlägt sich auch in unserem zweistelligen Wachstum seit unserer Eröffnung 2002 nieder.

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