Dritte Milchkrise in sechs Jahren
Milchpreis bringt Bauern in Rage

Die dritte Milchkrise in sechs Jahren zerrt an den Nerven der Milchbauern. Unter dem Kostendruck leiden vor allem kleine Betriebe, ihnen fehlt es „massiv an Einnahmen“. Sie vermissen ein Gegensteuern der Politik.
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Hesel/ZevenNachwuchs auf der Weide: Erst wenige Stunden alt ist das Kalb aus der Herde von Steffen Hinrichs im ostfriesischen Hesel. Tochter Lena (13) streichelt das schwarzbunte Tier und passt auf, dass die anderen Milchkühe nicht zu dicht heran drängeln. Jedes Tier hat einen Namen, und Lena kennt sie alle. „Landwirtschaft wie im Bilderbuch“, könnten Zuschauer denken - doch für Hinrichs ist die Welt nicht in Ordnung. Der Milchbauer erlebt mit der dritten Milchkrise in sechs Jahren wieder einmal harte Zeiten.

Die Ursachen sind jedes Mal ähnlich: steigende Kosten auf den Höfen, etwa für Futtermittel. Dagegen stehen sinkende Einnahmen, denn die Molkereien zahlen weniger für Milchprodukte aus. Ihr Preis rutscht derzeit auf etwa 26 Cent pro Kilogramm. „Wir brauchen aber mindestens 40 Cent, um unsere Unkosten zu decken“, sagt der 44-Jährige.

Bundesweit machen die Bauern ihrem Unmut Luft. Am Montag starteten die ersten Milchbauern in Schleswig-Holstein und Niedersachsen zu einer Sternfahrt nach München. Kollegen aus Bayern und Baden-Württemberg werden zu ihnen stoßen. Sie alle wollen am 1. September bei einer Kundgebung in der bayerischen Landeshauptstadt auf die Probleme der Milchviehhalter aufmerksam machen.

Bauer Hinrichs und Ehefrau Christa (34) haben drei Töchter, täglich versorgen sie rund um die Uhr 95 Milchkühe - und dabei soll es auch bleiben: „Größer werden soll der Betrieb nicht, dann wären mehr Flächen nötig. Doch dafür sind die Preise zu hoch.“ In den 70er Jahren kamen die Eltern von Hinrichs noch mit vier Schweinen und 16 Kühen gut zurecht: „Damals konnte man besser davon leben als wir jetzt mit dem größeren Hof“, sagt Hinrichs.

Bei Deutschlands größtem Milchverarbeiter, dem Deutschen Milchkontor (DMK) im niedersächsischen Zeven, sieht man derzeit wenig Chancen, dass der Milchpreis kurzfristig nach oben geht. Die Durststrecke werde mindestens noch bis Anfang nächsten Jahres andauern, sagt DMK-Sprecher Hermann Cordes. „Das ist massiv, was den Landwirten an Einnahmen fehlt.“

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  • Und noch einer, wegen der Knochen und dem Kalzium, kein Wort wahr.

  • Die Milch braucht niemand außer die sogenannte Landwirtschaft. Das Zeug wird
    von vielen Leuten nicht vertragen und die Entsorgung der Gülle ist oft eine Schweinerei. Da reden die Herrschaften über CO2 aber der Gestank von Gülle
    ist doch mit Sicherheit Klima schädlicher. Lügen und sonst gar nichts.

  • Der Milchpreis liegt hier schon unter dem US-Preis da kann TTIP kaum noch Schaden anrichten.

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