Dritter Adventsamstag
Weihnachtseinkäufer bescheren Handel Spitzentag

Die Weihnachtseinkäufer am dritten Adventssamstag haben den Einzelhändlern vielerorts den bislang besten Tag in diesem Jahr beschert. Euphorie wollte in der Branche dennoch nicht aufkommen.

HB HAMBURG. „Das ist bis jetzt der umsatzstärkste Tag des Jahres“, sagte KarstadtQuelle-Sprecher Jörg Howe. Ähnlich äußerten sich Branchensprecher in etlichen Regionen Deutschlands. Die insgesamt schwache Konsumkonjunktur sorgt aber dafür, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen: „Wir fackeln kein bengalisches Feuer ab, aber wir sind zufrieden“, sagte der Sprecher des bayerischen Einzelhandels, Bernd Ohlmann, in München.

Volle Geschäfte und eine positive Stimmung nähren bei den Händlern die Hoffnung auf eine Verbesserung gegenüber 2004. „Die Stimmung der Kunden ist gut, das Interesse ist da“, sagte der Sprecher des Einzelhandelsverbandes HDE, Hubertus Pellengahr. Auch das Wetter trage positiv dazu bei. „Das kühle und trockene Wetter ist wie gemacht für den Handel.“ Bilanz will der HDE aber erst am Montag ziehen. Erst dann lägen die Zahlen zum Geschäftsverlauf vor.

„Gute Stimmung ist noch kein Umsatz, aber Stimmung ist Voraussetzung für Umsatz“, betonte Pellengahr. Die Branche sei sehr zuversichtlich. Auf Grund des Wetters laufen besonders gut Textilien und Bekleidung. „Da wird offensichtlich das nachgeholt, was in den vergangenen Wochen nicht gekauft wurde“, sagte Pellengahr. In den Geschenktüten landeten zudem Geschenke-Klassiker wie Uhren, Parfüm, Schmuck und Spielzeug. „Bei Kindern wird nicht gespart“, sagte Ohlmann. Gefragt sind außerdem Fernseher mit Flachbildschirm, Mobiltelefone, Digitalkameras und MP3-Player.

Anders als 2004 verzichteten die Händler 2005 auf Rabattschlachten. „Aus Schaden wird man klug“, sagte Ohlmann. Die Geschäftsleute hätten eingesehen, dass sie sich mit vorzeitigen Preissenkungen im Weihnachtsgeschäft selbst schädigen und ihre Rendite verderben. „Jetzt haben wir Ruhe an der Rabattfront.“

Unterdessen meldete der Hauptverband der Holzindustrie, dass der Absatz von Weihnachtsbäumen den Erwartungen zufolge um 200 000 auf 27,7 Millionen Stück steigen wird. Das liege auch an der Zunahme von Singlehaushalten, teilte der Verband am Samstag in Köln mit. „Dabei geht der Trend zu sehr günstigen Bäumen aus dem Discounter und teureren Bäumen aus dem Fachhandel“, sagte Verbandschef Dirk-Uwe Klaas.

Wegen dieser Nachfragetrends bleibe der Durchschnittspreis mit 20 Euro im Vorjahresvergleich stabil. Die Verbraucher werden nach Schätzungen des Verbands 554 Millionen Euro für den Brauch ausgeben. Am häufigsten kaufen die Verbraucher demnach Nordmanntannen.

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