Dritter Tag des unbefristeten Streiks
Lufthansa muss erste Langstreckenflüge streichen

Dem dritten Tag des unbefristeten Streiks bei der Deutschen Lufthansa fallen erstmals auch Interkontinentalflüge zum Opfer. Wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilte, werden am Mittwoch voraussichtlich acht Langstreckenverbindungen gestrichen.

HB HAMBURG. Zudem finden wie schon am Dienstag rund 70 Kurzstreckenflüge nicht statt, weil weiterhin neun Maschinen nicht gewartet werden können und außer Betrieb genommen werden. Am Dienstagabend hatte die Gewerkschaft Verdi den Streik auf den Stuttgarter Flughafen ausgedehnt. Fast alle Mitarbeiter der Nachtschicht hätten sich an dem Ausstand beteiligt, sagte ein Verdi - Sprecher.

Laut Verdi werden die Auswirkungen von Tag zu Tag zunehmen. An den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel hat der Flugbetrieb am Mittwochmorgen nach Angaben des Flughafeninformationsdienstes hingegen planmäßig begonnen. An den Streiks beteiligten sich an den ersten beiden Tagen jeweils rund 5 000 Mitarbeiter, teilte Verdi mit.

Die Arbeitsniederlegungen betreffen vor allem die Wartung und das Catering. Während Verdi für rund 50 000 Lufthansa-Beschäftigte am Boden und in der Kabine 9,8 Prozent mehr Geld fordert, hat das Unternehmen zuletzt gestaffelt 6,7 Prozent mehr Lohn bei 21 Monaten Laufzeit und eine Einmalzahlung angeboten.

Wegen des Streiks hat die Lufthansa nach einem Bericht der "Bild"- Zeitung vom Mittwoch die Wartung ihrer Flugzeugflotte zu Teilen ins Ausland verlegt. Der Flugplan werde in vielen Fällen so abgestimmt, dass zur Wartung anstehende Lufthansa-Maschinen bestimmte Flugrouten ins Ausland übernähmen, um anschließend vor Ort gewartet zu werden.

Am Dienstagabend hatte die größte deutsche Fluggesellschaft erste Eckdaten ihrer Halbjahreszahlen vorgestellt. Demnach stieg der operative Gewinn um etwa 45 Prozent auf 705 Millionen Euro. Der Umsatz legte um fast 20 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro zu.

Am Flughafen München werden bei der LH voraussichtlich zehn Flüge ausfallen. Das teilte eine Sprecherin der Flugplan-Auskunft am Mittwochmorgen mit.

In Nürnberg werde der Streik weiter geführt wie bisher, teilte Verdi am Morgen mit. Ob es zu Flugausfällen komme, sei noch nicht abzusehen. Am Dienstag waren nach Betreiberangaben größere Auswirkungen des Streiks für Reisende am Nürnberger Flughafen ausgeblieben.

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