Drittgrößter Händler der Welt forciert Expansion in Osteuropa
Metro umgarnt mit Real-Märkten russische Konsumenten

Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro will nach der Eröffnung seines ersten Moskauer Real-Marktes weiter in Russland expandieren.

MOSKAU. „Unser Ziel ist, dort mit den zwei Vertriebslinien Cash & Carry sowie Real zusammen acht bis zehn Standorte pro Jahr zu eröffnen“, sagte Vorstandschef Hans-Joachim Körber dem Handelsblatt.

Vor drei Wochen erst startete Deutschlands größtes Handelshaus in Moskau sein erstes SB-Warenhaus. Auf fast 10 000 Quadratmetern Verkaufsfläche tritt die Metro-Tochter in der russischen Hauptstadt mit einem Sortiment an, das zu 80 Prozent von einheimischen Lieferanten bezogen wird. „Die Umsätze an den ersten Tagen nach der Eröffnung waren hervorragend“, berichtet Real-Landeschef Thorsten Vogt.

Schon im November soll in Moskau ein zweites SB-Warenhaus starten, am Lada-Produktionsstandort Togliatti folgt im Dezember eine weitere Neueröffnung. Für 2006 steht die Ausweitung des Filialnetzes in die Millionenstädte Kazan und St. Petersburg auf dem Programm.

Russland ist für den weltweit drittgrößten Handelskonzern einer der wichtigsten Märkte. Nach dem Start vor vier Jahren öffnete am vergangenen Donnerstag bereits der 17. russische Cash & Carry-Markt seine Tore, diesmal in Jekaterinburg an der Grenze zu Asien. Voraussichtlich fünf weitere werden bis zum Jahresende noch hinzu kommen.

Wie in Deutschland verkauft Metro über seine Selbstabholer-Großmärkte in Russland ausschließlich an gewerbliche Kunden, darunter kleine Einzelhändler und Gastronomiebetriebe. Mit dem Start von Real nehmen die Düsseldorfer nun auch die 144 Mill. russischen Endverbraucher ins Visier. „Wir nutzen dabei die Logistik der Vertriebslinie Cash & Carry“, verdeutlicht Körber die Synergien.

Allerdings muss Metro für den Ausbau von Real tiefer in die Tasche greifen als bei den eher schmucklosen Cash & Carry-Märkten, die sich im Schnitt mit Investitionen von 20 Mill. Euro begnügen. Die Investitionen für ein SB-Warenhauses gibt der Konzern mit 25 Mill. Euro an, wobei Metro die Real-Immobilien – im Gegensatz zu den C&C-Märkten – nicht selbst erwirbt, um eine hohe Kapitalbindung zu vermeiden. „Wir wollen uns mit Real vorzugsweise in Einkaufszentren einmieten“, sagt Körber.

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