Drogerie-Discounter
Schlecker: Kein Jobabbau bei Firmenumbau

Die Drogeriekette Schlecker will beim angekündigten Umbau des Unternehmens alle Mitarbeiter behalten. Zwar sollten kleine Filialen geschlossen, zugleich aber neue Großmärkte eröffnet werden, in denen sogar mehr Beschäftigte als zuvor benötigt würden, teilte der Drogerie-Discounter mit Sitz im schwäbischen Ehingen am Montag mit.

HB Ulm. Das Unternehmen wies Vorwürfe der Gewerkschaft Verdi zurück, die Mitarbeiter würden gezwungen, neue Arbeitsverträge zu schlechteren Bedingungen zu unterschreiben. Mehrere hundert Schlecker-Beschäftigte waren aus Angst um ihre Arbeitsplätze am Montag vorübergehend in einen Warnstreik getreten.

Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di blieben am Vormittag viele Filialen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland geschlossen. Rund 600 Streikende kamen in Ulm zu einer Kundgebung zusammen und protestierten anschließend vor der Firmenzentrale in Ehingen. Auch in Stuttgart trafen sich rund 50 Schlecker-Beschäftigte zu einer Kundgebung. Sie forderten mehr Lohn und eine Rückkehr zu den tariflichen Mindestbedingungen. Schlecker beschäftigt nach ver.di-Angaben bundesweit rund 36 000 Menschen in mehr als 10 000 Märkten.

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