Drogeriekette
Rossmann zieht gegen Rundfunkbeitrag vor Gericht

Die Drogeriekette Rossmann will die Mehrkosten, die wegen der Einführung des neuen Rundfunkbeitrags auf sie zukommen, nicht hinnehmen. Das Unternehmen will gegen die Zwangsabgabe vor Gericht klagen.
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BurgwedelDie Drogeriekette Rossmann will gegen den neuen Rundfunkbeitrag klagen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstag), ohne Einzelheiten zu nennen. Das Unternehmen rechnet laut „FAZ“ damit, dass es statt 39.500 Euro künftig Rundfunkabgaben von rund 200 000 Euro pro Jahr leisten muss. Die Klageschrift liegt der Zeitung nach eigenen Angaben vor.

Mögliche Zusatzkosten durch Übernahme der Schlecker-Filialen seien darin noch nicht enthalten. „Absolut gesehen“, habe man sogar mit Abgaben von 291.000 Euro pro Jahr zu rechnen. Rossmann sieht dem Bericht zufolge unter anderem das Gleichheitsgebot verletzt.

Laut „FAZ“ richtet sich die Klage beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof konkret gegen die Zustimmung des Bayerischen Landtags zum Rundfunkbeitragsstaatsvertrag. Dass die Klägerin „Rundfunkabgaben in Höhe von 200.000 Euro jährlich entrichten soll, obwohl sie aus dem staatlichen Angebot kaum einen Nutzen zieht, sprengt jede vernünftige Dimension“, zitierte die Zeitung aus der Klage. Der Justiziar des Unternehmens kündigte in der „FAZ“ an, man werde nötigenfalls auch vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Drogeriekette: Rossmann zieht gegen Rundfunkbeitrag vor Gericht"

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  • ....endlich mal einer,der sich gegen diese ewige Bevormundung und die ausufernde Bürokratie wehrt...

  • Grundsätzlich hat Rossmann ja recht.
    Radio hören gehört dort ja wohl kaum zur Arbeit.
    Und ein Mitarbeiter, der in der Pause Radio hört
    kann dies ja nicht gleichzeitig zuhause machen.

    Aber wenn Rossmann dieses Geld nun statt dessen den Regaleinräumern geben würde, nämlich von einem externen Dienstleister sind und mit Hungerlöhnen abgespeist werden .....

  • Super sympathisch! Meine volle Solidarität!

    Ich werde Rossmann mit ein paar Cent unterstützen indem ich dort nachher ein paar Sachen kaufe, ich ich sonst woanders im Supermarkt geholt hätte.

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