Drogeriekette
Schlecker-Probleme nützen Lebensmittelhandel

Nicht nur Drogerieketten profitieren von den Problemen bei Schlecker - auch Discounter können höhere Gewinne einfahren. Gerade Körperpflege-Produkte und Kosmetik-Artikel steigern die Umsätze.
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NürnbergVon den Problemen bei Schlecker hat nach Erkenntnissen von Konsumforschern neben der direkten Konkurrenz auch der Lebensmitteleinzelhandel profitiert. So habe etwa Penny mit seinem neuen Ladenkonzept speziell bei Körperpflege-Produkten und Kosmetik seinen Umsatz im Januar zweistellig steigern können, berichtete die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Dienstag. Auch Rewe und Edeka seien in diesem Sortimentsbereich stark auf dem Vormarsch.

Aber auch andere Drogerieketten hätten im Januar als Folge der Probleme bei Schlecker zulegen könne, berichtete die GfK. So hätten etwa die Drogeriemarktketten Rossmann und dm im Januar deutlich mehr Umsatz erzielt als im Vorjahresmonat. Vor allem Rossmann habe mit aggressiven Werbekampagnen versucht, dem insolventen Konkurrenten Umsatzanteile abzujagen.

Branchenweit habe allerdings der Markt für Drogeriewaren stagniert. Das liegt nach GfK-Erkenntnissen auch daran, dass das „Schwergewicht Schlecker“ bei der Körperpflege und bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln zweistellig Umsatz eingebüßt hat. Die Drogeriekette Schlecker hatte am 23. Januar Insolvenzantrag gestellt, nachdem ein kurzfristiger Zahlungsausfall in zweistelliger Millionenhöhe nicht aufgefangen werden konnte.

Nach Einschätzung der Marktforscher bleibt der Markt für Drogeriewaren für den Handel interessant, wie die Absatzentwicklung der vergangenen fünf Jahre zeige. Während zwischen 2006 und 2011 etwa 3,7 Prozent weniger Molkereiprodukte und 3,1 Prozent weniger Frischwaren verkauft wurden, stieg der Absatz von Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln in diesem Zeitraum um 3,8 Prozent. Der Absatz von Körperpflegeprodukten und Kosmetik legte sogar um 5,7 Prozent zu.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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