Drogeriemarktketten
Rossmann plant weiter hohes Wachstumstempo

Deutschlands drittgrößte Drogeriemarktkette Rossmann will in diesem Jahr trotz der Wirtschaftskrise und des harten Wettbewerbs ihr hohes Wachstumstempo beibehalten. Marktführer Schlecker muss sich immer mehr in Acht nehmen.

HB BURGWEDEL. „Wir haben bis heute die Krise definitiv nicht gespürt“, sagte Firmenchef Dirk Roßmann am Mittwoch in Burgwedel bei Hannover. Alleine in Deutschland sollen in diesem Jahr 100 neue Läden mit 1 000 neuen Jobs eröffnet und 50 Mio. Euro investiert werden. Roßmann sprach von „Wachstum durch Verdichtung“.

Der Marktanteil von derzeit 21 Prozent in der deutschen Drogeriebranche soll mittelfristig auf 25 Prozent steigen. Rossmann betreibt derzeit rund 1500 Drogeriemärkte in Deutschland. Vor allem in Süddeutschland sieht Rossmann noch Potenzial. Als Beispiel nannte das Unternehmen die Großräume Stuttgart und Karlsruhe. Dort will die Gruppe verstärkt der vor allem im Süden starken Nummer zwei der Branche, dm, Paroli bieten.

Rossmann ist traditionell stark im Norden, dort geht dm in die Offensive. Der Abstand zwischen dm und Rossmann habe sich in den vergangenen Jahren stetig verringert, hieß es. Branchenprimus ist Schlecker, die Kette hat aber im Gegensatz zu Rossmann und dm vor allem Läden auf dem Land.

Die Wirtschaftskrise sei bei dem Unternehmen noch nicht angekommen, sagte Firmenchef Roßmann. Die Leute sparten bei Fernreisen und größeren Anschaffungen, aber nicht bei Windeln und Zahnpasta. Dazu kämen die niedrigen Preise.

Im ersten Quartal 2009 stieg der Umsatz auf dem Hauptmarkt Deutschland um 8,4 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet die Drogeriekette einen Gesamtumsatz zwischen 4,2 und 4,4 Mrd. Euro. Die genaue Höhe sei abhängig von der Entwicklung der Wechselkurse in Osteuropa. Rossmann ist aktiv in Polen, Ungarn, Tschechien und seit kurzem auch in Albanien. In diesem Jahr sollen in Polen, Ungarn und Tschechien 83 neue Märkte dazukommen, bisher sind es rund 640 Läden.

Im vergangenen Jahr war der Umsatz der Rossmann-Gruppe mit konzernweit 24 500 Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 21,5 Prozent auf 3,85 Mrd. Euro gestiegen. Dies lag vor allem auch an den dazugekommenen Läden des 2007 übernommenen norddeutschen Konkurrenten Kloppenburg. Die Umsatzrendite lag bei 2,5 Prozent vor Steuern. Details nannte Rossmann nicht.

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