Drogerieunternehmer
Rossmann hält Sperrminorität an DBAG

Der Drogerieunternehmer Dirk Rossmann hat seine Beteiligung beim Finanzinvestor DBAG nach und nach aufgestockt. Auf der DBAG-Hauptversammlung vertrat er 23,4 Prozent und war damit bereits größter DBAG-Aktionär.
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FrankfurtDer niedersächsische Drogerieunternehmer Dirk Rossmann hat seinen Einfluss beim Finanzinvestor DBAG ausgebaut. Der Gründer der gleichnamigen Drogeriemarkt-Kette hält seit Montag gut 25 Prozent, wie die Deutsche Beteiligungs-AG (DBAG) am Dienstag mitteilte. Rossmann war 2008 bei der DBAG eingestiegen und hat seine Beteiligung seither nach und nach aufgestockt. Auf der DBAG-Hauptversammlung 2012, auf der Rossmann selbst aufgetreten und dem Vorstand seine Unterstützung zugesagt hatte, hatte er 23,4 Prozent vertreten und war damit mit Abstand schon der größte DBAG-Aktionär. DBAG-Vorstandschef Wilken von Hodenberg hatte Rossmanns Engagement als Ankeraktionär begrüßt.

Rossmanns jetziger Anteil von 25,1 Prozent an dem im SDax gelisteten Unternehmen ist an der Börse knapp 58 Millionen Euro wert. Ein Sprecher sagte, es handele sich um ein langfristiges Engagement des Unternehmers. Mit der Sperrminorität kann er Entscheidungen bei der DBAG blockieren.

Dirk Rossmann hält noch 60 Prozent an seiner Drogeriekette, der Rest liegt beim Mischkonzern Hutchison Whampoa aus Hongkong. Rossmann-Finanzvorstand Roland Frobel sitzt auch im Aufsichtsrat der DBAG. Die ehemals zur Deutschen Bank gehörende Beteiligungsgesellschaft hat sich auf Mittelständler in Deutschland konzentriert, die sie mit Mitteln aus mehreren geschlossenen Fonds und dem Geld der Aktionäre kauft und nach einigen Jahren wieder verkauft. Erst vor kurzem hatte sie einen neuen, 700 Millionen Euro schweren Übernahme-Fonds aufgelegt. Ihre bekannteste Beteiligung ist der Hersteller von Holzverarbeitungsmaschinen Homag aus dem Schwarzwald.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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