Drohnen als Gefahr im Luftverkehr: Die neue Plage am Himmel

Drohnen als Gefahr im Luftverkehr
Die neue Plage am Himmel

Die Begeisterung für Drohnen bereitet zunehmend Probleme. Unfälle, Störungen des Luftverkehrs – die Politik will die kleinen Flugobjekte an die kurze Leine nehmen. Mit Nummernschildern und Führerscheinpflicht.

FrankfurtDie Zahl ist imposant: Nach Schätzungen der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde FAA wurden alleine in den USA an diesem Weihnachtsfest eine Million Drohnen verschenkt. Und natürlich wurden viele sofort ausprobiert – mit entsprechenden Folgen. Unfälle zwischen Drohnen und Fußgängern oder Autos bestimmten die Schlagzeilen in vielen US-Zeitungen.

Die beliebten unbemannten Flugobjekte werden immer mehr zu einem Problem. Nicht nur in den USA sorgen die fliegenden Plagegeister für Unruhe. Auch in Europa kommen sich Drohnen und Flugzeuge oder Helikopter immer häufiger gefährlich nahe.

Eine genaue Zahl solcher „Begegnungen“ gibt es nicht, da sie nicht zentral erfasst werden. Störungen des Luftverkehrs werden in den Bundesländern sehr unterschiedlich gehandhabt. Teilweise werden die Daten beim zuständigen Verkehrsministerium gesammelt, teilweise von den untergeordneten Luftfahrtbehörden, von denen es in einigen Bundesländern gleich mehrere gibt. Zudem gibt es keine Meldepflicht, sofern die Situation nicht wirklich brenzlig ist. Die Aufsichtsbehörden sind also auf freiwillige Meldungen der Piloten angewiesen.

Dennoch wurden in Deutschland im gerade abgelaufenen Jahr einige durchaus bemerkenswerte Vorfälle mit Drohnen registriert. So sichtete nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) zum Beispiel ein Geschäftsflugzeug am 17. Februar 2015 in 1100 Metern Höhe in der Region Frankfurt eine Drohne. In solchen Flughöhen haben die unbemannten Flugobjekte aber nichts mehr verloren.

Seit Juni vergangenen Jahres ist klar geregelt: Ohne Genehmigung beziehungsweise Freigabe durch die DFS dürfen Flugmodelle in den von der DFS überwachten Zonen bis fünf  Kilogramm Gesamtgewicht maximal 30 Meter hoch fliegen, bei einem Gewicht bis zu 25 Kilogramm gilt die Grenze 50 Metern Flughöhe. Generell muss der Pilot einer Drohne sein Gerät stets im Auge behalten.

Doch daran halten sich viele Hobby-Piloten offensichtlich nicht. So traf in der Region Münster-Osnabrück ein Rettungshubschrauber am 20. April 2015  in 500 Metern auf eine Drohne, ein paar Monate später sichtete ein Ultraleichtflugzeug einige Zeit nach dem Start in Koblenz ein solches Gerät sogar in 1500 Metern. Und am 19. September 2015 bemerkten die Piloten von Finnair-Flug AY855 aus Helsinki beim Landeanflug auf Hamburg eine Drohne. Sie soll in einer Höhe von 250 Metern und nur 30 Meter von der Embraer E190 entfernt geflogen sein. In Flughafen-Nähe ist der Betrieb von Drohnen strikt untersagt.

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Japan setzt auf die „Abfangdrohne“

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