DRV rechnet mit Erholung im kommenden Jahr
Fünf Prozent Umsatzminus bei Reiseveranstaltern

Der Deutsche Reiseverband rechnet für dieses Jahr mit einem Umsatzminus von fünf Prozent. Für das kommende Jahr gehen die Veranstalter und Reisebüros allerdings von deutlich höheren Umsätzen und Touristenzahlen aus.

HB BERLIN. Die Deutschen Reiseveranstalter verzeichnen in diesem Jahr einen Umsatzrückgang um fünf Prozent. Das sagte der Chef des Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verbandes (DRV), Klaus Laepple, der «Berliner Zeitung» von Sonnabend. Reisebüros dürften mit einem noch höheren Minus abschließen.

Grund für die Erlöseinbußen sei vor allem die Konzentration der Sommerferien in einem kürzeren Zeitraum. Veranstalter hätten deshalb in den Sommerferien die Kundenwünsche nicht mehr erfüllen können, während es in anderen Sommermonaten noch ausreichend Kapazitäten gegeben habe. Laepple forderte deshalb eine Entzerrung der Sommerferien in Deutschland.

Für das kommende Jahr rechnet der DRV-Chef mit einem Umsatzplus zwischen fünf und sechs Prozent. Wegen des schwachen Dollar werde der Dollarraum mehr Touristen anziehen. Die USA, die Karibik und Asien werden mehr Gäste verzeichnen. In Europa werden die Balkanländer Bulgarien, Kroatien und die Türkei hinzugewinnen.

Außerdem rechnet Laepple mit weiter sinkenden Preisen: Zwar klagten die Veranstalter über den Preisverfall. Dieser werde aber auf Grund der Konkurrenz zwischen den Urlaubsländern und den Fluggesellschaften weitergehen. Zudem rechnet der DRV mit höheren Flugpreisen: Die Ankündigung der Lufthansa |LHA 13,12 -0,30%| , den Reisebüros keine Provisionen mehr auf verkaufte Tickets zu zahlen, bedeute praktisch eine Preisanhebung, denn die Fluggesellschaft gebe die Streichung der Provision nicht an den Kunden weiter. Andere Reisebüropartner würden der Lufthansa in dieser Praxis folgen.

Im Internet sieht der DRV keine Gefahr: Abgesehen vom Segment der Billigflüge, die nahezu ausschließlich über das Internet vertrieben werden, sehen sich die Reisebüros nicht durch das World Wide Web bedroht.

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