Duft- und Aromenhersteller zieht Bilanz

Symrise baut Gewinn deutlich aus

Symrise legt im dritten Quartal ein Gewinnplus von satten 30 Prozent vor. Gründe dafür sind neben dem schwachen Euro das starke Geschäft in den Schwellenländern und die Übernahme des französischen Rivalen Diana.
Update: 10.11.2015 - 11:54 Uhr
Symrise will unverändert stärker zulegen als der weltweite Markt für Duftstoffe und Aromen, für den er ein Plus von zwei bis drei Prozent unterstellt. Quelle: dpa
Symrise

Symrise will unverändert stärker zulegen als der weltweite Markt für Duftstoffe und Aromen, für den er ein Plus von zwei bis drei Prozent unterstellt.

(Foto: dpa)

FrankfurtEin starkes Geschäft in Schwellenländern lässt beim Duft- und Aromenhersteller Symrise die Gewinne sprudeln. Nach einem kräftigen Gewinnanstieg in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres sieht Vorstandschef Heinz-Jürgen Bertram das niedersächsische Unternehmen auf Kurs zu seinen Jahreszielen. „Wir haben bei Umsatzwachstum und Profitabilität Bestmarken gesehen“, sagte er am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Zwar hätten sich die Zweifel an der Wachstumsdynamik in den Schwellenländern, vor allem in China, gehäuft. „Aber die langfristigen Wachstumstreiber sind intakt.“

Die hohen Investitionen der vergangenen Jahre in Südamerika zahlten sich für Symrise aus. Das Unternehmen werde auch in China investieren, „Schwierigkeiten hin oder her“. „Auch in solchen schwierigen Märkten gibt es für uns immer Möglichkeiten, wir sehen und nutzen diese für uns.“

Symrise wächst in den Schwellenländern, wo die Gesellschaft 46 Prozent ihres Umsatzes erzielt, rasant. Dazu trägt vor allem das Geschäft in Lateinamerika bei. Symrise profitiert auch vom schwachen Euro und der Übernahme des französischen Rivalen Diana. Erst kürzlich hatte der Konzern den Kauf des US-Spezialchemieunternehmens Pinova für rund 400 Millionen Dollar angekündigt. Für den Moment sei der Akquisitionshunger damit gestillt, sagte Finanzchef Bernd Hirsch. Symrise beobachte den Markt aber weiter aufmerksam. Von Januar bis September steigert der Duft- und Aromenhersteller seinen operativen Gewinn (Ebitda) um 30 Prozent auf 448,5 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von gut 199 Millionen Euro, ein Plus von 13 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich um 29 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro.

Bertram bekräftigte die Prognose für das Gesamtjahr. „Wir sind mit gutem Tempo in das vierte Quartal gestartet und sehen uns sehr gut aufgestellt, um die verbleibenden Wochen dieses Jahres bestmöglich zu nutzen“, sagte der Manager. Symrise will unverändert stärker zulegen als der weltweite Markt für Duftstoffe und Aromen, für den er ein Plus von zwei bis drei Prozent unterstellt. Die Ebitda-Marge soll mehr als 20 Prozent betragen. Von Januar bis September lag diese bei 22,7 (Vorjahreszeitraum: 22,5) Prozent.

Diese Konzerne versorgen die Welt
Platz 41 – Henkel
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Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants hat erneut die größten Konsumgüterhersteller der Welt ermittelt. Als einziges deutsches Unternehmen unter den Top 50 bleibt der Persil-Hersteller Henkel wie im Vorjahr auf dem 41. Rang – mit einem Umsatz von fast 10 Milliarden US-Dollar.

Quelle: OC&C

Platz 10 – L'Oréal
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L’Oréal ist der weltgrößte Kosmetikkonzern. Die Franzosen überzeugen mit zahlreichen starken Marken.

Platz 9 – Mondelez
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Mondelez ist eine Abspaltung von Kraft Foods. Er bündelt das weltweite Snackgeschäft, außerdem die Kaffee-Aktivitäten. Das macht den Konzern zum Konkurrenten von Nestlé. Allerdings werden die Kaffeemarken rund um Jacobs unter der Führung der deutschen Industriellen-Familie Reimann mit dem niederländischen Konzern DE Master Blenders verbunden.

Platz 8 – Tyson Foods
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Tyson Foods ist in den USA bekannt. Der Konzern gehört zu den weltgrößten Fleischverarbeitern. 2015 machte Tyson einen Umsatz von 41,4 Milliarden Dollar.

Platz 7 – AB Inbev
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Der Bierbrauer AB Inbev ist durch viele Übernahmen zum Weltspieler geworden. Er treibt die Konsolidierung der Branche voran – und fusioniert derzeit mit dem größten Rivalen SAB Miller. In Deutschland ist er mit Marken wie Beck’s, Corona und Lübzer vertreten.

Platz 6 – Coca Cola
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Coca-Cola liegt deutlich hinter Pepsi. Denn anders als der Rivale hat der Konzern aus Atlanta kein großes Snackgeschäft. Dafür hat er zuletzt bei Verbrauchern Sympathien mit seiner Kampagne, Namen auf Dosen und Flaschen zu schreiben, gewonnen – und mit Innovationen wie Kokoswasser und Coke Life mit Stevia.

Platz 5 – JBS
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JBS ist eher unbekannt in Europa. Dabei gehört der brasilianische Fleischproduzent zu den ganz großen Konzernen der Konsumgüterbranche mit 47,9 Milliarden Dollar Umsatz.

Symrise war 2014 nach eigenen Angaben zur weltweiten Nummer drei unter den Duft- und Aromenherstellern nach den Schweizer Rivalen Givaudan und Firmenich aufgestiegen. Marktführer Givaudan hatte im Sommerquartal von einer anziehende Nachfrage nach Aromen für Getränke und Milchprodukte profitiert. Dennoch bleibt die Firma im laufenden Jahr wohl hinter ihrem für 2010 bis 2015 angepeilten Ziel eines Umsatzwachstums aus eigener Kraft von durchschnittlich 4,5 und 5,5 Prozent zurück. Für die kommenden fünf Jahre hat sich Givaudan deshalb die Latte bereits weniger hoch gelegt.

  • rtr
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