Dufthersteller

Lateinamerika-Geschäft hält Symrise in der Spur

Im letzten Jahr schwang sich Symrise mit Übernahmen zur weltweiten Nummer drei der Branche auf. Nun kommen dem Aromahersteller die Zukäufe auch finanziell zugute – weitere Übernahmen nicht ausgeschlossen.
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Besonders in Lateinamerika hatte Symrise im vergangenen Quartal Erfolg. Quelle: dpa
Aromahersteller

Besonders in Lateinamerika hatte Symrise im vergangenen Quartal Erfolg.

(Foto: dpa)

FrankfurtKräftige Nachfrage aus Lateinamerika und die Übernahme des französischen Rivalen Diana halten den Duft- und Aromenhersteller Symrise auf Kurs. „Wir sind gut in das dritte Quartal gestartet“, sagte Konzerchef Heinz-Jürgen Bertram am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Die Dynamik des ersten Halbjahres werde sich fortsetzen. Bertram bekräftigte die Jahresziele: Das Unternehmen mit Sitz im niedersächsischen Holzminden will 2015 stärker wachsen als der weltweite Markt für Duftstoffe und Aromen, für den ein Plus von zwei bis drei Prozent erwartet wird. Bis 2020 peilt Bertram ein jährliches Umsatzwachstum von fünf bis sieben Prozent an.

An der Börse gehörte Symrise dennoch zu den Verlierern: Die im Nebenwerteindex MDax notierte Aktie büßte zeitweise mehr als fünf Prozent ein. Das zweite Quartal sei etwas schwächer ausgefallen als erhofft, sagte ein Händler. Nach Einschätzung von DZ-Bank-Analyst Thomas Maul blieb das Wachstum aus eigener Kraft etwas unter den Erwartungen.

Symrise war 2014 nach eigenen Angaben zur weltweiten Nummer drei unter den Duft- und Aromenherstellern nach Givaudan und Firmenich aufgestiegen. Dabei half der 1,3 Milliarden Euro schwere Zukauf von Diana. Übernahmen hat Symrise auch weiter auf dem Radar. „Wir prüfen fortlaufend bis zu zehn Unternehmen“, sagte Bertram. Wenn etwas passe, werde man zugreifen. Symrise hatte erst kürzlich den Kauf des US-Getränkearomen-Herstellers Flavor Infusion angekündigt. Die Firma erzielt einen Jahresumsatz von rund zehn Millionen Dollar.

Im zweiten Quartal setzte Symrise 662,7 Millionen Euro um – ein Plus von 40 Prozent. Ohne Diana lag der Umsatzzuwachs nur bei zwölf Prozent. Das operative Ergebnis (Ebitda) schoss um 41 Prozent auf 151,5 Millionen Euro in die Höhe. Dabei warf das Geschäft eine operative Rendite von 22,9 (Vorjahreszeitraum: 22,8) Prozent ab. Für das Gesamtjahr strebt Bertram mehr als 20 Prozent Rendite an. Unter dem Strich blieb im Zeitraum April bis Juni ein Gewinn von 65,6 Millionen Euro und damit 15 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Diese Konzerne versorgen die Welt
Platz 41 – Henkel
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Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants hat erneut die größten Konsumgüterhersteller der Welt ermittelt. Als einziges deutsches Unternehmen unter den Top 50 bleibt der Persil-Hersteller Henkel wie im Vorjahr auf dem 41. Rang – mit einem Umsatz von fast 10 Milliarden US-Dollar.

Quelle: OC&C

Platz 10 – L'Oréal
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L’Oréal ist der weltgrößte Kosmetikkonzern. Die Franzosen überzeugen mit zahlreichen starken Marken.

Platz 9 – Mondelez
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Mondelez ist eine Abspaltung von Kraft Foods. Er bündelt das weltweite Snackgeschäft, außerdem die Kaffee-Aktivitäten. Das macht den Konzern zum Konkurrenten von Nestlé. Allerdings werden die Kaffeemarken rund um Jacobs unter der Führung der deutschen Industriellen-Familie Reimann mit dem niederländischen Konzern DE Master Blenders verbunden.

Platz 8 – Tyson Foods
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Tyson Foods ist in den USA bekannt. Der Konzern gehört zu den weltgrößten Fleischverarbeitern. 2015 machte Tyson einen Umsatz von 41,4 Milliarden Dollar.

Platz 7 – AB Inbev
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Der Bierbrauer AB Inbev ist durch viele Übernahmen zum Weltspieler geworden. Er treibt die Konsolidierung der Branche voran – und fusioniert derzeit mit dem größten Rivalen SAB Miller. In Deutschland ist er mit Marken wie Beck’s, Corona und Lübzer vertreten.

Platz 6 – Coca Cola
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Coca-Cola liegt deutlich hinter Pepsi. Denn anders als der Rivale hat der Konzern aus Atlanta kein großes Snackgeschäft. Dafür hat er zuletzt bei Verbrauchern Sympathien mit seiner Kampagne, Namen auf Dosen und Flaschen zu schreiben, gewonnen – und mit Innovationen wie Kokoswasser und Coke Life mit Stevia.

Platz 5 – JBS
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JBS ist eher unbekannt in Europa. Dabei gehört der brasilianische Fleischproduzent zu den ganz großen Konzernen der Konsumgüterbranche mit 47,9 Milliarden Dollar Umsatz.

  • rtr
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