Dumping-Preise ade
Fernbusse werden teurer

Der große Preiskampf auf dem Fernbusmarkt ist vorbei. Seit Jahresbeginn steigen die Preise – nur leicht, aber sie steigen. Eine normale Entwicklung, meinen die Anbieter.

BerlinDie Fernbusbranche in Deutschland rechnet angesichts wachsender Fahrgastzahlen weiter mit leicht steigenden Fahrkartenpreisen. „Das ist bei steigender Nachfrage eine ganz normale marktwirtschaftliche Entwicklung“, hieß am Freitag beim Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer. Sprecher Matthias Schröter sagte: „Wir werden trotzdem auf Dauer günstiger bleiben als die Wettbewerber auf der Straße, der Schiene und in der Luft.“

Der Verband schloss sich der Prognose des Bundesverkehrsministeriums an, das im August für dieses Jahr 25 Millionen Fahrgästen in Fernbussen vorausgesagt hatte. Das wäre ein Anstieg von rund sieben Millionen. Zum Vergleich: Die Bahn erwartet im Schienenfernverkehr gut 130 Millionen Fahrgäste.

Das Statistische Bundesamt will an diesem Montag mitteilten, wie viele Fahrgäste von Januar bis Juni mit Bussen und Bahnen unterwegs waren. Nach einem beispiellosen Preiskampf auf dem Fernbusmarkt hatte das Berliner IGES Institut schon zu Jahresbeginn einen leichten Preisanstieg festgestellt und vorhergesagt, dass dieser sich fortsetzt. Zu Jahresbeginn waren die größten Anbieter MeinFernbus und FlixBus zusammengegangen; sie kontrollieren drei Viertel des Marktes in Deutschland.

Die Deutsche Bahn hatte am Dienstag angekündigt, die Fahrpreise im Fernverkehr beim diesjährigen Fahrplanwechsel im Dezember weitgehend stabil zu halten. Das Unternehmen will damit in Zeiten wachsender Konkurrenz durch Fernbusse und niedriger Spritpreise wieder mehr Kunden in seine Züge locken.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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