Dunkin' Donuts
Pflaumen für Deutschland, Nutella für die Briten

Dunkin' Donuts schwächelt in Europa schon lange. Der Kontinent macht nicht mal ein Prozent des Umsatzes aus. Das will die Fast-Food-Kette nun ändern – mit rund 1000 neuen Filialen und länderspezifischen Angeboten.
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London/StockholmDie Essensmeile im Kölner Hauptbahnhof ist gut gefüllt, bei Bäckereien wie Ditsch und Kamps stehen die Kunden Schlange. Doch in dem kleinen Laden am hinteren Ende ist kaum etwas los, der Verkäufer steht gelangweilt am Tresen. Die Konsumenten gehen an dem Geschäft einfach vorbei. Dabei ist Deutschland noch der Vorzeigemarkt von Dunkin' Donuts in Europa.

Während Dunkin' Donuts aus dem Straßenbild in den USA kaum wegzudenken ist, muss die Fast-Food-Kette in Europa um die Kunden kämpfen. Von den weltweit 11.000 Filialen befinden sich derzeit gerade einmal rund 150 in Europa. Hier verdient Dunkin' Donuts nicht mehr als ein Prozent seines insgesamt etwa 9,3 Milliarden Dollar großen Jahresumsatzes. Doch das soll sich ändern. Dunkin' Donuts will in den Expansions-Modus schalten. Das Unternehmen will 1150 neue Filialen eröffnen – von England über Bulgarien bis hin nach Georgien.

Es ist nicht der erste Versuch des Konzerns, in Europa stärker Fuß zu fassen. So hatte Dunkin' Donuts in den 1990er Jahren eine größere Expansion in Großbritannien geplant, war aber aufgrund schlechter Standorte und wenig erfahrener Franchise-Nehmer gescheitert. Das Unternehmen verkauft vor allem Kuchen und Kaffee, aber auch belegte Brötchen und anderes Herzhaftes.

Dieses Mal versucht der Konzern in Europa zu punkten, indem es die Produktpalette an die regionalen Vorlieben anpasst. In Deutschland etwa gibt es Donuts mit Pflaumen- und Kirsch-Banane-Geschmack. In Großbritannien werden Donuts verkauft, die mit Nutella gefüllt sind. In Schweden ist ein Teil des Kuchens mit der Flagge des Landes verziert.

„Wir haben einen kultigen Markennamen“, sagt Paul Twohig, Dunkin-Präsident für Europa. „Es liegt an uns, es richtig zu machen. Erfolg ist nicht garantiert.“

Ein Scheitern in Europa ist für das Unternehmen aber nicht wirklich eine Option. Auf dem Heimatmarkt in den USA war das flächenbereinigte Umsatzwachstum im jüngsten Umsatz auf zwei Prozent gefallen – nach 4,2 Prozent im selben Zeitraum des vorangegangenen Jahres.

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Pflaumen für Deutschland, Nutella für die Briten

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„Wir müssen die Kaffeekultur in Europa noch lernen“

Kommentare zu " Dunkin' Donuts: Pflaumen für Deutschland, Nutella für die Briten"

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  • @Frau Andrea Merker:

    Sie haben völlig recht! Zum Jahresende schließt der letzte Bäckereibetrieb in unserer 12.000-Seelen-Gemeinde der noch handwerklich Brot backt. Aber bevor ich Brot an der Tanke aus dem Automat kaufe, fange ich jetzt selber an zu backen, denn diesen Müll möchte ich nicht mal den Hühnern geben.

  • Die von der deutschen Politik gewollten und ermöglichten Steuertricks der Konzerne kosten den deutschen Staat, bei einem angenommenen Steuersatz von nur 25 %, mehr als 100 Mrd. Euro jedes Jahr.
    Es ist also sachlich vollkommen richtig darauf hinzuweisen, dass jeder unterstützende deutsche Bürger und Konsument dieser Konzerne ebenfalls zutiefst asozial handelt. Zumal dadurch sehr viele Kleinunternehmer und Mittelständler erheblich darunter zu leiden haben.
    Was soll an dieser logischen Feststellung und sachlich begründeten Kritik unsachlich sein?!
    Eine Meinung ist unangenehm, also erklärt man sie flugs als unsachlich, - funktioniert so Ihre Netiquette?!

  • "Dunkin' Donuts plant 1150 neue Filialen in Europa"

    Ein Tag für noch mehr Wut und kein Tag der Freude!
    Diese Konzerne, die meisten stammen aus den USA, zahlen hier im Lande so gut wie keine Steuern und können dadurch jeden Mittelständler und kleinen Kaffeehausbesitzer über die Preise kaputt machen. Es ist geradezu obszön und widerlich wie unsere korrupten Politiker zu unseren Lasten diesen Konzernen in deren Ärsche krauchen. Und was macht der verkommen-dumme Bürger, vor allem die arrogante oberflächliche Jugend?! Es ist ja so hipp seinen Latte im Starbucks zu schlürfen. Diesen Idioten sollte man aus Geldmangel das Bafög auf Null herunter streichen!!!

    Jede Investition des Konzerns Dunkin' Donuts in Deutschland wird die deutsche Tochtergesellschaft verzinst auf ein Konto der Muttergesellschaft in ein Steuerparadies schicken und den hier in Deutschland zu versteuernden Gewinn auf Null reduzieren. Ist die Investition dann nach Jahren abbezahlt werden immense Lizenzgebühren für die Nutzung des Markennamens berechnet um so weiterhin hier im Lande keine Steuern bezahlen zu müssen. Es wird getrickst bis zum Abkotzen, Hauptsache in den Büchern taucht kein zu versteuernder Gewinn auf.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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