Durchwachsenes Quartalsergebnis
Techem wächst vor allem im Osten

Während der Umsatz des Energiedienstleisters Techem dank guter Geschäfte in China und Osteuropa im ersten Quartal des Geschäftsjahres kräftig anzog, stieg das Ergebnis nur leicht. Schuld ist vor allem eine teure Übernahmeschlacht zwischen dem neuen Mehrheitseigner und einigen Hedge-Fonds.

HB FRANKFURT. Der Energiedienstleister Techem hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2007/08, das zum 30. September endete, den Umsatz deutlich gesteigert. Insgesamt erreichten die Erlöse 133,3 Millionen Euro, das waren 15,5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, wie das mehrheitlich von der Investmentbank Macquarie übernommene Unternehmen in Eschborn bei Frankfurt mitteilte. Der Anstieg sei zum Teil aber auch auf eine schnellere Verbuchung von Umsätzen zurückzuführen.

Der Nettogewinn von Techem sank von 6,2 auf 2,1 Millionen Euro, da im Vorjahresquartal durch den Verkauf einer Tochter Einmaleffekte in Höhe von 7,4 Millionen Euro angefallen waren. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte leicht von 8,0 auf 8,3 Millionen Euro zu. Den größten Umsatzanstieg verzeichnete der Spezialist für das Ablesen von Heiz- und Wasserkosten mit einem Plus von 44,8 Prozent auf 8,4 Millionen Euro in Osteuropa. In China erreichten die Umsätze erstmals die Marke von einer Million Euro.

Die Mitarbeiterzahl stieg von knapp 2600 auf fast 2900. Nach einer Übernahmeschlacht gegen mehrere Hedgefonds hatte die australische Bank Macquarie mehr als 96 Prozent des früheren MDAX-Unternehmens für einen ihrer Investmentfonds erworben. Hohe Beratungskosten im Zuge dieses Bieterstreits verhinderten einen ursprünglich angepeilten stärkeren Gewinn des Energiedienstleisters im ersten Quartal des Geschäftsjahres.

Für die Australier wäre jetzt rein rechtlich der Weg frei, die Minderheitsaktionäre zwangsweise abzufinden und das Unternehmen von der Börse zu nehmen. Bislang hat Macquarie dies jedoch nicht angekündigt.

Neben den Folgekosten der Übernahmeschlacht schlugen auch Verluste aus einem Biomasse-Heizkraftwerk zu Buche. Ohne Sonderbelastungen wäre das operative Ergebnis auf 11,4 Millionen Euro geklettert.

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