E-Commerce = Online-Versandhandel = Interaktiver Handel?

Einzelhandel enttäuscht, E-Commerce brummt

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E-Commerce = Online-Versandhandel = Interaktiver Handel?
„Das kostet ’n Arsch voll Kohle, aber lohnt sich.“
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Qualität von Onlineshops

Das Institut für Handelsforschung (IFH) und der Logistiker Hermes befragten 10.248 Konsumenten zur Qualität von Onlineshops. Bei jedem der 105 Onlineshops aus 13 Branchen wurden rund 100 Kunden kontaktiert. Die Studie bildet die Grundlage für den Deutschen Online-Handels-Award, der am Mittwoch auf dem vom Management Forum der Verlagsgruppe Handelsblatt veranstalteten Kongress "Online-Handel 2014" vergeben wurde.

Bewertung: Um die Zufriedenheit der Kunden zu ermitteln, wurden diese beispielsweise gefragt, wie sie Webseitengestaltung, Benutzerfreundlichkeit, Sortiment, Preis-Leistungs-Verhältnis, Service, Bezahlung sowie Versand und Lieferung beurteilen.

Den vollständigen Artikel aus dem Handelsblatt mit zahlreichen Grafiken finden Sie im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Panorama Berlins.Oliver Panorama Berlin trade fair
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Platz 10: s.Oliver

Mode boomt im Netz, das zeigt die IFH-Studie. Erstmals ist Mode vor Büchern und digitalen Medien die Warengruppe, die am häufigsten im Internet gekauft wird. Auch geben die Deutschen immer mehr Geld online für T-Shirts und Hosen aus. "Der Modemarkt im Netz wird in Zukunft noch stärker beackert", so IFH-Leiter Hudetz.

Strauss
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Platz 9: Strauss Innovation

Händler wie Strauss Innovation mit Läden und Onlineshop kämpfen an mehreren Fronten: Denn bei jedem Euro, der vom Geschäft ins Internet wandert, sinkt die Flächenproduktivität - selbst wenn dieser im eigenen Onlineshop landet, sagen Experten. Jedes Produkt, das im Laden verkauft wird, muss also eineinhalb Vertriebskanäle finanzieren.

(Bild: Screenshot Homepage)

Deichmann
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Platz 8: Deichmann

Die Deutschen bestellen im großen Stil Schuhe im Internet. Davon profitiert auch der Anbieter Deichmann, der mit Zalando einen starken Gegenspieler im Netz hat. Allerdings hat es Zalando nicht in die Top-Ten der beliebtesten Online-Shops geschafft.

huGO-BildID: 14774105 Globetrotter, Köln
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Platz 7: Globetrotter

Auch klassische Einzelhändler wie der Outdoor-Ausrüster Globetrotter holen im Netz stark auf. Das beweist: Der Händler, der das Onlinegeschäft ernst nimmt und nicht als notwendiges Übel betrachtet, hat auch im Netz Chancen.

Javari
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Platz 6: Javari

Nie gehört? Javari ist ein Ableger aus dem Hause Amazon und hat sich auf den Online-Verkauf von Schuhen spezialisiert.

(Bild: Screenshot Homepage)

Fressnapf
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Platz 5: Fressnapf

Wer viel Geld in die Hand nimmt, hat gute Karten im E-Commerce. Vor gut einem Jahr brachte es Torsten Toeller, Gründer und Chef von Fressnapf, auf den Punkt: "Ein Onlineshop reicht nicht, wir müssen das ganze Unternehmen digitalisieren. Das kostet ’n Arsch voll Kohle, aber lohnt sich."

(Bild: Screenshot Homepage)

Aber es ist ein bekanntes Problem in der Branche, dass die Begrifflichkeiten oft unklar definiert sind. Da wird „E-Commerce“ mit „Online-Versandhandel“ gleichgesetzt, mal ist vom „Interaktiven Handel“ die Rede. So weit so unklar. Was beinhaltet also der Begriff E-Commerce? Waren mit oder ohne Dienstleistungen? Digitale Güter oder physische Güter? Sind digitale Güter dann eine Dienstleistung oder werden sie als „Waren“ klassifiziert?

Wir fragen nach beim BVH und erfahren: Zum „Interaktiven Handel“ im Weihnachtsgeschäft 2013 zählt beim BVH der Online-Versandhandel von Waren wie Bücher, Bekleidung oder Spielzeug. In den angegebenen Umsätze enthalten ist der klassische Kataloghandel, also das, was Kunden noch per Fax, Telefon oder dem klassischen Bestellformular kaufen, das Teleshopping-Geschäft und alles, was über die Online-Shops von Händlern gekauft wird. Nicht enthalten sind Umsätze aus dem Dienstleistungsgeschäft, also Downloads und der Online-Kauf von Konzert- oder Theater-Karten. Das, so eine Sprecherin des BVH, werde demnächst nochmal gesondert ausgewiesen.

Dagegen wird unter dem Begriff „E-Commerce“ nur das zusammengerechnet, was einzig und alleine in den Online-Shops der Händler gekauft wird – und zwar inklusive Mehrwertsteuer. Der BVH hat für die Untersuchung rund 40.000 Privatpersonen zu ihrem Online-Konsum befragt und die geben auch das an, was sie tatsächlich bezahlt haben. Andere Institute wie das IFH befragen statt dessen die Händler für ihre Studien zum E-Commerce, die dann ihre Netto-Umsätze angeben – und schon kursieren unterschiedliche Zahlen zum E-Commerce im Netz.

Und bei den Zahlen des Statistischen Bundesamtes geht viel für die Branche verloren: „Wenn ein Unternehmen mit dem Online-Handel „nur“ 30 Prozent umsetzt, was ja eigentlich nicht wenig ist, dann wird alles dem stationären Handel zugeschlagen“, so eine BVH-Sprecherin gegenüber Handelsblatt-Online.

Ein weiteres Problem sei auch das Thema Retouren. „Viele Händler, die befragt werden, nennen keine retourenbereinigte Daten.“ Wenn also von fünf Millionen Euro Umsatz eigentlich wieder zwei Millionen abgezogen werden müssten, weil die Kunden ihre Pakete zurück schicken, ist die Zahl zum E-Commerce dann auch nicht mehr ganz so eindeutig. Der BVH rechnet die Retouren raus und hat sich im Jahr 2007 gegen die Befragung von Händlern entschieden.

Einen Handelsblatt-Schwerpunkt zu den Problemen des Einzelhandels finden Sie im Kaufhaus der Weltwirtschaft unter www.kaufhaus.handelsblatt.com.

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18 Kommentare zu "E-Commerce = Online-Versandhandel = Interaktiver Handel?: Einzelhandel enttäuscht, E-Commerce brummt"

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  • Wie denn, wo denn, was denn,
    vor Weihnachten war doch lt "Qualitätsjournaille" Deutschland im größten Kaufrausch aller Zeiten, und nun dass...
    Gut, den Quatsch hat ohnehin keiner geglaubt, aber muß man die Leser so vera....
    Übrigens, die Umsätze sinken seit 15 Jahren, ziemlich analog zu den Einkommen...

  • Abteilung Propaganda

    EinzelhandelWeihnachtsgeschäft lässt bei Händlern die Kassen klingeln
    Dienstag, 24.12.2013, 14:35

  • Es wäre schön, wenn in den Medien endlich einmal die Wahrheit verbreitet würde, statt diese erbärmlichen Lügen über den deutschen Konsum-Boom. Unter der Berücksichtigung der Saison- und Kalendereffekte sind die nominalen Einzelhandelsumsätze um -2,3% gesunken. Die Einzelhandelsumsätze (ohne KFZ-Handel) inklusive dem Versand- und Internet-Einzelhandel machten im Jahr 2012 immerhin 32,6% der privaten Konsumausgaben aus und zeichnen am verlässlichsten das aktuelle Konsumverhalten der privaten Haushalte nach. Mit 16,2% der privaten Konsumausgaben folgten 2012 die Ausgaben für Mieten von Wohnungen und Häusern inkl. dem Miet-Äquivalent von Eigentümern, diese Ausgaben sind aber relativ unelastisch und nicht aussagefähig in Punkto Konsumverhalten. Der KFZ-Handel, Instandhaltung, Reparatur und die Ausgaben an den Tankstellen trugen zu 10,8% der Konsumausgaben der privaten Haushalte bei. Käufe von Immobilien und Grundstücken werden in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung nicht unter private Konsumausgaben erfasst, sondern dies sind Investitionen. "Für das Gesamtjahr 2013 stiegen laut Destatis die nominalen Einzelhandelsumsätze um schwächliche +1,4% zum Vorjahr, real sogar nur um +0,1%" (s. http://www.querschuesse.de/deutschland-reale-einzelhandelsumsatze-mit-24/)

  • ..................nichts ist mehr zu glauben, was lauthals verkündet wurde (die letzten Monate des vergangenen Jahres) Diese Manipulationen sind unerträglich, weil sie die Steuerung von Otto und Erna beflügeln soll. Und deshalb ist der Glaube an Verkündigungen nicht mehr vorhanden. Und so bleibt jeder Verbraucher alleine mit seinem Denken. Was ist die Folge? Mißtrauen, ja abgrundtiefes Mißtrauen entsteht und ist nicht mehr zu beseitigen. Und es wird schlimmer. Wieso? Nun.... der Überlebenskampf der Firmen ist größer den je, sodaß Ehrlichkeit in der Steuerung vollkommen ausscheidet. Was ist die Folge? Ein Zurückziehen der Kaufbereitschaft. Jeder Verbraucher wird seine Wünsche auf den Prüfstand stellen und sich fragen, brauch ich das überhaupt? Die Schränke sind voll. Gute Marken halten sehr lange, weil sie fast unkaputtbar sind. Und da wir kaum noch wirkliche Führungspersönlichkeiten in den Firmen haben, die auch mal Schwächen zugeben würden, wird diese Kesseltreiben weiter gehen, mit dem Ziel das nix (nichts) passiert.............

  • Bei den Zulassungszahlen darf man nur die Eigenzulassungen der Industrie und der Händler nicht vergessen. Die liegen oftmals bei um die 50%. Der Verbleib dieser Fahrzeuge ist völlig unklar.

  • Die Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes schließen den Internet- und Versandhandel mit ein. Nicht enthalten ist der Handel mit Kfz. Also insgesamt - mit Internethandel - ein Minus von 2,4% inflationsbereinigt. Im Gesamtjahr 2013 gab es eine "Steigerung" von 0,1%. Wow.
    Übrigens: Kfz-Neuzulassungen 2013 Minus 4,2% gegenüber 2012.
    Wir sind im Kaufrausch.

  • Laut Destatis ist der Internethandel im Gesamtjahr nominal um 6,4% und im Dezember um 0,2% gewachsen. Da könnte man eigentlich auf die Zahlen der Lobbyisten verzichten...

  • Ist doch klar. Im Internet kann ich rund um die Uhr, und auch sonntags, feiertags einkaufen. Im Einzelhandel, obwohl das weltweit einmalige Ladenschlussgesetz abgeschafft, muss sich der Kunde immer noch an die Oeffnungszeiten halten, ganz im Gegensatz zu anderen Laendern!!

  • "Ganz einfach NICHTS kaufen soll unser Vorsatz sein."
    ---
    Nichts zu Weihnachten käme mir dann doch seltsam vor und gäbe ein trauriges Fest. Aber statt für hunderte pro Person zu konsumieren, wie es der Staat gerne hätte, kann man sich auf ein paar Kleinigkeiten beschränken. Seit Jahrzehnten gibt's z.B. bei uns p.p. nicht mehr als für 30...40 €, ein paar Taschenbücher, einen gebrauchten Bildband o.ä. Kostet wenig, aber jeder freut sich!

  • Wiesbaden (dpa) - Der deutsche Einzelhandel hat im Weihnachtsgeschäft einen überraschend kräftigen Rückschlag erlitten.

    Im Dezember fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt (real) um 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden nach vorläufigen Daten mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Anstieg um 1,9 Prozent gerechnet.

    Ja." die Deutschen " kaufen wie irre , sind dem Konsumrausch verfallen --- Die Endsiegpropaganda gerät doch sehr ins stocken.

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