E-Mail-Account gehackt: Rewe bestätigt Erpressungsversuch

E-Mail-Account gehackt
Rewe bestätigt Erpressungsversuch

Das E-Mail-Konto eines Aufsichtsrats des Lebensmittelkonzerns Rewe ist gehackt worden. Der Täter versucht, das Unternehmen zu erpressen. Doch Rewe will sich nicht beugen.
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DüsseldorfDer Lebensmittelkonzern Rewe ist Ziel eines Erpressers. Es seien Informationen gestohlen worden, die „im Unternehmen vertraulich behandelt wurden“, bestätigte das Unternehmen am Dienstagmorgen. Ein Unbekannter habe den E-Mail-Account eines Aufsichtsratsmitglieds gehackt. Der Unbekannte habe Geld gefordert und gleichzeitig gedroht, die vertraulichen Informationen zu veröffentlichen. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über den Datenklau berichtet.

Um welche Daten es sich handelt, sagt das Unternehmen nicht. Die Daten seien „zwar unternehmensintern, aber in keiner Weise dazu geeignet, Druck auf unser Unternehmen auszuüben“, so ein Rewe-Sprecher. Ziel des Hackers war die private E-Mail-Adresse eines Aufsichtsratsmitglieds.

Rewe wolle sich dem aber nicht beugen: „Die mit krimineller Energie beschafften Daten beziehungsweise Informationen sind zwar unternehmensintern, aber in keiner Weise dazu geeignet, Druck auf unser Unternehmen auszuüben“, unterstrich er. Die Polizei ist eingeschaltet. Es gebe ein Ermittlungsverfahren, sagte eine Sprecherin. Hacker greifen immer wieder Unternehmen an - um Kundendaten zu stehlen oder um an andere vertrauliche Informationen zu gelangen.

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Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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