Easyjet-Idee
Mini-Drohne ersetzt den Flugzeug-Inspekteur

Easyjet hat eine weitere Idee vorgestellt, mit der die Ausgaben gesenkt werden sollen: Flugzeuge sollen durch Mini-Drohnen anstatt durch Ingenieure untersucht werden. Doch das ist nicht der einzige Sparkniff.
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LutonMini-Drohnen von der Größe eines Fußballs sollen Easyjet künftig bei der Überprüfung von Flugzeugen helfen und damit teurere Inspekteure ersetzen. Der Billigflieger stellte am Mittwoch am Firmensitz im britischen Luton das mit Kameras ausgerüstete und von sechs Rotoren angetriebene Fluggerät vor, das Flugzeuge etwa nach einem Blitzeinschlag auf Defekte hin absuchen soll.

Die Bilder sollen dann in der Firmenzentrale ausgewertet werden. Dadurch kann nach Firmenangaben eine Inspektion binnen Stunden erfolgen, für die bislang ein Tag benötigt wurde. Das Flugzeug sei schneller wieder in die Luft, was wirtschaftlicher sei.

Easyjet-Manager Ian Davies sagte, derzeit fielen etwa sieben von tausend Flügen bei der Fluggesellschaft aus technischen Gründen aus. Ziel sei, die Quote bis 2020 auf null zu drücken. Ein Problem, das zur Flug-Verschiebung auf den nächsten Tag und damit zu Kosten für die Hotelunterbringung von Passagieren führt, belaste das Unternehmen mit bis zu 25.000 Dollar. Dies komme bei Easyjet in etwa 100 Fällen pro Jahr vor. Könnte das Flugzeug schneller wieder starten, fielen diese Kosten weg.

Easyjet zufolge sind die Drohnen nur ein Baustein der Bemühungen, die Kosten ständig weiter zu senken. So soll allein der Austausch von Bordbüchern gegen Tablet-Computer durch die Gewichtsreduzierung dazu führen, dass die jährlichen Kerosinkosten um 500.000 Dollar zurückgehen.

Ferner wird an der Entwicklung spezieller Brillen gearbeitet, die Inspekteure bei der Durchsicht der Flugzeuge tragen sollen. Die Brillen sollen Bilder an einen Spezialisten in der Zentrale übertragen. So will Easyjet mit weniger Personalkosten für dieselbe Sicherheit sorgen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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