Easyjet im Höhenflug
Billigflieger legt bei Gewinnen deutlich zu

Trotz der Konflikte in Osteuropa und dem Nahen Osten konnte die britische Billigfluglinie Easyjet ihren Gewinn deutlich steigern. Der Vorsteuergewinn kletterte auf ein Rekordhoch.
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LondonDer britische Billigflieger Easyjet hat trotz der Konflikte in Osteuropa und im Nahen Osten erneut einen deutlichen Gewinnzuwachs verbucht. Unterm Strich verdiente der Ryanair-Konkurrent im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 450 Millionen Pfund (564 Mio Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Das waren 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Vorsteuergewinn kletterte mit 581 Millionen Pfund um 21,5 Prozent auf ein Rekordhoch.

Easyjet lag mit dem Gewinn im Rahmen der bereits angehobenen Unternehmensprognose. Die Airline zeigte sich zuversichtlich, für weiteres Wachstum gut gerüstet zu sein. Die Buchungen für die Wintersaison lägen leicht über dem Vorjahr. Im laufenden Geschäftsjahr plant easyJet, die Kapazitäten um rund fünf Prozent auszubauen.

Die Aktien verloren am Vormittag dennoch rund ein Prozent. Händler erklärten die verhaltene Reaktion mit dem Höhenflug der Aktie in den vergangenen Wochen. EasyJet-Papiere legten in den vergangenen drei Monaten 18 Prozent zu.

Die Zahl der Passagiere nahm um fast 7 Prozent auf 64,8 Millionen zu, während die Erlöse pro Flugzeugsitz stärker stiegen als die Kosten. Der Umsatz wuchs um gut 6 Prozent auf 4,5 Milliarden Pfund. Die Loyalität der Passagiere habe sich verbessert, sagte Vorstandschefin Carolyn McCall. Neuerungen wie die Möglichkeit, gegen Aufpreis feste Sitzplätze zu buchen, hätten neue Kunden angelockt.

Mit ihren niedrigen Preisen haben Billigflieger vor allem bei europäischen Verbindungen Marktanteile gewonnen. Ryanair hatte vor kurzem mitgeteilt, im Winter gegenüber den vorherigen Plänen mit zwei Millionen Passagieren zusätzlich zu rechnen. Deswegen wurde auch die Gewinnprognose nach oben geschraubt.

Lufthansa und Air France hatten dagegen zuletzt ihre Gewinnprognose gesenkt. Pläne für eigene Billigtöchter haben zudem zu heftigen Protesten in der Belegschaft und kostspieligen Streiks geführt.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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