Easyjet und Air Berlin
Billigflieger enttäuschen die Börse

Nach Ryanair hat es jetzt auch zwei andere große Billigflieger getroffen. Air Berlin und Easyjet sind an der Börse abgestraft worden. Auch starke Passagierzuwächse bei beiden Airlines heiterten die Börsianer nicht auf. Sie hatten höhere Erwartungen an beide Unternehmen.

rtr FRANKFURT. Nach Ryanair sind auch dessen zwei wichtigsten Konkurrenten Air Berlin und Easyjet an der Börse abgestürzt. Trotz starker Passagierzuwächse im Januar verloren die Aktien beider Unternehmen am Donnerstag mehr als fünf Prozent.

Analysten machten hierfür vor allem sinkende Auslastung und steigende Belastungen durch hohe Ölkosten bei Easyjet verantwortlich. „Daraufhin hat der Markt auch Air Berlin misstraut“, sagte ein Analyst einer deutschen Bank. Dabei präsentierte die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft eigentlich gute Zahlen. Die Zahl der Fluggäste stieg im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14 Prozent auf 1,78 Millionen, auch die Auslastung der Maschinen hat sich um 3,9 Prozentpunkte auf 69,1 Prozent verbessert.

Weitere Angaben zu Gewinnmargen und Kosten macht Air Berlin bei seinen monatlichen Präsentationen von Passagierzahlen nicht. Beim britischen Konkurrenten Easyjet - in Europa zweitgrößter Billiganbieter - erhöhte sich die Passagierzahl im Januar um 7,3 Prozent auf 2,76 Millionen. Experten hatten aber eigentlich mehr erwartet. Im Schlussquartal 2007 war das Unternehmen mit 12,4 Prozent deutlich stärker gewachsen. Die Auslastung der Maschinen ging um fast drei Prozentpunkte auf 72 Prozent zurück.

Zwar bekräftigte Easyjet sein Ziel, den Vorsteuergewinn im gesamten Geschäftsjahr 2007/2008, das bis Ende September dauert, um 20 Prozent zu steigern. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen aber mit Einbußen bei den Gewinnmargen um zwei bis drei Prozentpunkte. „Die Januar-Zahlen bei Easyjet sind wegen der gesunkenen Auslastung enttäuschend“, urteilten die Analysten von JP Morgan.

Der größere Rivale Ryanair hatte bereits am Montag einen massiven Gewinnrückgang für das im April beginnende Geschäftsjahr 2008/2009 in Aussicht gestellt und als Grund die hohen Ölpreise und mögliche Konjunkturrisiken genannt. Daraufhin verloren die Aktien europäischer Fluggesellschaften zum Teil zweistellig. Air Berlin notierte am Donnerstag zeitweise mehr als sieben Prozent unter dem Vortag.

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