Easyjet und Condor
Air Berlin hofft auf baldigen Abschluss der Verkaufsgespräche

Der Insolvenzverwalter von Air Berlin hofft auf einen baldigen Abschluss der Verkaufsgespräche mit Condor und Easyjet. Zudem sollen 70-80 Prozent der Jobs erhalten bleiben. Die Lufthansa übernimmt etwa 3000 Mitarbeiter.
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BerlinDie insolvente Fluggesellschaft Air Berlin setzt auf einen raschen Abschluss der Verkaufsgespräche mit Easyjet und Condor. „Ich gehe davon aus, dass wir da hoffentlich innerhalb der nächsten Tage auch Vollzug melden können“, sagte der Generalbevollmächtigte von Air Berlin, Frank Kebekus, am Freitag im ZDF-Morgenmagazin. Dies könne dazu führen, „dass wir da möglicherweise weitere 1000 Arbeitsplätze anbieten können“.

Air Berlin hatte jüngst offiziell erklärt, man spreche derzeit mit dem britischen Billigflieger Easyjet und der Thomas Cook-Tochter Condor. Ein Konzernsprecher hatte von einem „Kopf-an-Kopf-Rennen“ gesprochen. Kebekus sagte dazu nur: „Wir verhandeln ja auch noch mit einem zweiten und dritten Interessenten.“ Zuvor hatte sich die Airline bereits mit der Lufthansa über den Kauf von mehreren Unternehmensteilen geeinigt.

Kebekus sieht trotz der ungewissen Zukunft vieler Beschäftigter Chancen auch für die nicht übernommenen Mitarbeiter. „Wir gehen davon aus, dass wir 70 bis 80 Prozent der Arbeitsplätze überleiten können“, sagte er am Freitag im ZDF-Morgenmagazin.

Einen Großteil der Maschinen der bisherigen Air Berlin will die Lufthansa übernehmen. Bis zu 3000 Mitarbeiter sollen bei ihrer Tochter Eurowings unterkommen. Die Lufthansa hatte es allerdings angelehnt, sich an einer Transfergesellschaft zu beteiligen, in der weitere Beschäftigte nach dem Ende von Air Berlin weiterqualifiziert und -vermittelt werden könnten.

„Bei der Air-Berlin-Technik wird es einen Übergang geben“, ergänzte Kebekus. Die Berliner Logistikfirma Zeitfracht will das Unternehmen zusammen mit der Wartungsfirma Nayak kaufen. Rund 300 Mitarbeiter werden übernommen, für weitere 550 soll es eine Auffanggesellschaft geben. Aussicht auf einen Betriebsübergang aller Mitarbeiter, für den sich auch die Gewerkschaft Verdi eingesetzt hatte, werde es aber nicht geben, stellte Kebekus klar: „Ich glaube, nicht.“

Man müsse das Engagement der Lufthansa respektieren, sagte er – auch wenn viele Beschäftigte davon nicht erfasst werden: „Allein durch die Übernahme von Niki und LGW werden über 1700 Arbeitsplätze gesichert, da gibt es auch keine Änderungen oder Reduzierungen oder Ähnliches. Daneben gibt es weitere 1300 – dafür muss man sich bewerben. Also reden wir schon mal über 3000.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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