„Econ Awards“
Die Kunst, Aufmerksamkeit zu erregen

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Für die Jury des Econ-Awards sind das Vorbilder nicht zuletzt auch für Industrie-Unternehmen. Sie zeigen sich in der Krise recht mutlos in ihrer Kommunikation. „Viele Unternehmen tun sich noch schwer, jenseits der klassischen Unternehmenskommunikation neue Wege zu gehen. Umso mehr freuen wir uns, über Beiträge, die den Mut einiger Teilnehmer widerspiegeln“, sagt Klaus Rainer Kirchhoff, Kommunikationsberater und Vorsitzender der Jury.

Solcher Mut ist nicht zuletzt bei neuen Kommunikationswegen notwendig, etwa bei den sozialen Netzwerken. Erstmals bewertete die Jury Beiträge in der Rubrik Social Media, eine Kategorie, die erst an ihrem Anfang steht. Viele gut gemeinte Ideen konnten in den virtuellen Gemeinschaften nicht landen, weil sie den tradierten Kommunikationsmustern folgten.

„Bei Social Media geht es darum, sich mit Gemeinschaften zu verbinden, die ein gemeinsames Interesse teilen“, sagt Keith Childs, beim Autokonzern General Motors für Social Media zuständig und in der Econ-Jury der Pate für diese Rubrik. „Diese Gemeinschaften wollen nicht wirklich mit Unternehmen in Verbindung treten, sie wollen Verbindung zu den Menschen, die dort arbeiten.“

Wie es funktionieren kann, zeigt das Versandhaus Otto mit seinem Blog „Two for Fashion“. Zwei unabhängige Journalistinnen in Hamburg und New York bloggen über Modetrends. Otto stellt die Infrastruktur und das Logo zur Verfügung, ansonsten tritt der Konzern kaum in Erscheinung. Die Resonanz: 850 Beiträge (Posts), über 1 300 Fotos und 350 Videos wurden von den Besuchern eingestellt. Täglich werden es mehr. Seit Mai können die Besucher ihre eigene Modenschau filmen, entstanden ist so der längste „Catwalk“ der Welt. Otto hat damit einen funktionierenden Kommunikationsweg gefunden, was der Jury die Auszeichnung in Gold wert ist.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt

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