„Econ Awards“
Die Kunst, Aufmerksamkeit zu erregen

Der Econ-Verlag und das Handelsblatt zeichnen gute Beiträge mit den „Econ Awards Unternehmenskommunikation“ aus. Unter anderem wurde der Fotograf Christoph Pflüger ausgezeichnet, der mit seiner Kamera in Schwarz-weiß eingefange Gesichter von behinderten Menschen präsentierte.
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FRANKFURT. Die Bilder sind ungewöhnlich, das Buch, das sie enthält, ebenso. 50 Gesichter hat der Fotograf Christoph Pflüger mit seiner Kamera in Schwarz-weiß eingefangen. Gesichter von behinderten Menschen, eindrucksvoll, zum Nachdenken.

Es sind Menschen, die in mehreren Heimen der Stiftung Waldheim im Appenzellerland in der Ost-Schweiz leben. Die hat mit dem Buch „Gesichterlesen“ etwas geschafft, was vielen Unternehmen selbst mit professionellsten Mitteln nur selten gelingt: Aufmerksamkeit zu erregen.

Bei der Redaktion des Magazins „Der Spiegel“, die jüngst ein Interview mit Pflüger über sein „Kunstwerk“ publizierte. Und im Sommer bereits bei der Jury des diesjährigen Econ Awards Unternehmenskommunikation. Deren Urteil stand schnell fest: Platin und damit die höchste Dotierung in der Kategorie Imagepublikationen.

Gestern Abend wurde der Preis bei einer großen Galaveranstaltung in Berlin überreicht. „Die Jury würdigt, mit welchem Respekt und welcher Emotionalität sich hier dem Thema genähert wird: dem Umgang mit behinderten Menschen. Es ist ein Kunstwerk“, heißt es in der Begründung. Ein Kunstwerk, das mit den Bildern spricht, auf Text nahezu komplett verzichtet. Und doch ist die Botschaft klar und eindeutig: Die Lebensbedingungen der Behinderten müssen verbessert werden.

Das Beispiel der Stiftung Waldheim ist typisch für das, was die Jury des vom Handelsblatt und dem Econ-Verlag verliehenen Kommunikations-Preises in diesem Jahr festgestellt hat: Vor allem Non-Profit-Organisationen wagen sich mit innovativen Ideen bei der Kommunikation vor. So findet sich in der Kategorie Imagepublikationen mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg eine zweite Stiftung, die einen Preis absahnen kann. In einem aufwendig gestalteten Buch werden hier die Schäden am Schloss Sanssouci dokumentiert und die Pläne erläutert, wie man diese für viel Geld beseitigen muss.

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