Edeka-Ableger erzielt Gewinnsteigerung
AVA glaubt nicht mehr an Konsumbelebung

Der mehrheitlich zur Edeka-Gruppe gehörende Handelskonzern AVA hat im zweiten Quartal des laufenden Jahres einen deutlichen Gewinnanstieg erzielt. Das Vorsteuerergebnis kletterte gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um die Hälfte.

HB DÜSSELDORF. Das Einzelhandelsjahr 2004 hat der Marktkauf-Betreiber nach einem nur geringen Umsatzplus im Quartal jedoch weitgehend abgeschrieben. Mit einer Belebung des Konsums wird nicht mehr gerechnet. Für das Gesamtjahr nahm der Konzern die Umsatzerwartung leicht zurück.

„Die noch zu Beginn des Jahres erhoffte Konsumbelebung wird sich wohl auch in der zweiten Jahreshälfte nicht einstellen“ teilte AVA am Donnerstag mit. Deshalb sei für das Gesamtjahr nur noch mit einer Umsatzsteigerung von „allenfalls ein bis zwei“ Prozent zu rechnen. Im Mai hatte der durch seine Marktkauf-Supermärkte, Dixi-Baumärkte und Krane-Optikfilialen bekannte Konzern die Prognose bereits auf nur noch „bis zu“ zwei Prozent herabgenommen von zuvor zwei Prozent. Der Konzernjahresüberschuss werde 2004 aber höher ausfallen als 2003, bekräftigte die Gruppe. Die im SDax gelistete Aktie reagierte auf die Zahlen in einem freundlichen Umfeld mit einem Abschlag von 1,2 % auf 33 €.

Der Konzernumsatz sei von April bis Juni um 0,9 % auf 1,44 Mrd. € gestiegen, teilte die Gruppe mit. Die reinen Vertriebsgesellschaften erhöhten den Umsatz im Quartal um lediglich 0,5 %. Im ersten Halbjahr ergab sich sogar ein Rückgang von 0,3 %, bereinigt um neu hinzugekommene Flächen von 1,6 %. Positiv entwickelte sich hingegen die Ergebnisseite. Das Ergebnis vor Steuern stieg im zweiten Quartal auf 23,1 (15,4) Mill. €. Dazu trug vor allem die Baumarktsparte bei, die die Verlustzone verließ. Die Sanierung der Sparte zeige Wirkung, hieß es.

Einen Umsatzeinbruch verzeichnete das kleinste Geschäftsfeld, die Optikerkette Krane Optik. Dort gingen die Erlöse im zweiten Quartal um 23,6 % zurück auf 11,6 Mill. €. Im Vorjahr hatte die Gesundheitsreform zu außergewöhnlichen Umsatzzuwächsen von insgesamt fast 28 % geführt. Im größten Geschäftsbereich SB Warenhäuser erhöhte sich der Umsatz im zweiten Quartal um 0,7 % auf 1,097 Mrd. €, flächenbereinigt und auf Halbjahressicht ging der Umsatz dort allerdings um 1,3 % zurück. Die Baumärkte kamen im Quartal auf ein Umsatzplus von 1,2 % auf 311,5 Mill. €, flächenbereinigt und auf Halbjahressicht schrumpfte aber auch dort der Umsatz um 2,2 %.

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