Edeka darf Plus unter Auflagen übernehmen
Kartellamt genehmigt neuen Discountriesen

Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der Tengelmann-Discount-Kette Plus durch Edeka nur unter harten Auflagen genehmigt. Was die Wettbewerbshüter im Einzelnen von den beiden Handelsunternehmen verlangen, damit sie den Weg für die bisher größte Fusion im deutschen Einzelhandel frei machen. Für Wettbewerber eröffnen sich dadurch Möglichkeiten.

HB BONN. Tengelmann müsse sich zuvor zügig von 378 seiner insgesamt gut 2 900 Plus-Filialen trennen, um einen Marktanteilszuwachs in bestimmten Regionalmärkten zu unterbinden, erläuterte Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer am Dienstag in Bonn. Sie könnten an maximal drei Erwerber veräußert werden. Damit soll gewährleistet werden, dass Edeka auf den jeweiligen Märkten ausreichend starke Konkurrenz hat. Die neuen Eigner müssten bereits im inländischen Einzelhandelsmarkt tätig sein und dürften in keinerlei Kooperation oder gesellschaftsrechtlicher Verbindung mit Edeka oder Tengelmann stehen, sagte Kartellamtsexpertin Birgit Krueger.

Damit würde etwa die Supermarktkette Netto Stavenhagen das Nachsehen haben, die zwar mehrheitlich der dänischen Dansk Supermarked gehört, 25 Prozent liegen aber bei Edeka. Auch Norma soll Medienberichten zufolge Interesse an Plus-Filialen haben. Seinen Hut erneut in den Ring geworfen hat auch Rewe-Chef Alain Caparros, der im Rennen um Plus gegen Edeka das Nachsehen hatte.

Nur wenn sich nachweislich kein Käufer finde, dürfe der Standort geschlossen werden. Das sei nur in wenigen Einzelfällen möglich. Auch die angestrebte Einkaufsgemeinschaft von Edeka und dem bisherigen Plus-Eigentümer Tengelmann für die 500 Supermärkte von Kaiser's/Tengelmann wurde untersagt.

„Mit dieser Entscheidung setzt das Bundeskartellamt ein Zeichen gegen die fortschreitende Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel“, sagte Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer vor Journalisten.

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