Edeka Lebensmittel werden teurer

Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka rechnet damit, dass der Einkauf bald bis zu zwei Prozent mehr kostet. Für eine vierköpfige Familie seien das etwa zehn Euro im Monat mehr für Lebensmittel.
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Lebensmittelhändler Edeka geht von einer Teuerung aus. Quelle: dpa

Lebensmittelhändler Edeka geht von einer Teuerung aus.

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Hamburg Die Bundesbürger müssen sich beim Lebensmitteleinkauf auf kräftige Preiserhöhungen einstellen. Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka rechnet mit einer Verteuerung "von zumindest zwei Prozent, vielleicht noch etwas darüber". Das sagte der für den Wareneinkauf zuständige Vorstand Gert Schambach am Mittwoch in Hamburg bei der Vorstellung der Bilanz.

Edeka spüre "eine substanzielle Inflation" in seinem Sortiment. "Es wird eine Teuerung geben, gar keine Frage", sagte Schambach. Bei einer vierköpfigen Familie mit monatlichen Lebensmittelausgaben von 500 Euro würde die Preisanhebung von zwei Prozent zehn Euro zusätzlich im Monat bedeuten.

Wer Deutschland satt macht
Lebensmittel im Supermarkt
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Shoppen in Zeiten von Inflation und Japans Katastrophe: Zwar trübt sich die Kauflaune der deutschen Verbraucher etwas ein, Angst vor leeren Einkaufstüten müssen die Einzelhandelsriesen aber trotzdem nicht haben. Die Nürnberger GfK-Forscher sind sich sicher: Persönliche Konsequenzen ziehen die wenigsten, die Anschaffungsneigung bleibt nahezu unverändert hoch. Rosige Rahmenbedingungen also für die größten Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland. Ein Überblick.

Aldi Nord
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Aldi ist in Deutschland mit einem Umsatz von 24,5 Milliarden Euro im Jahr 2010 der fünftgrößte Lebensmittelhändler. Der Händler überträgt sein Konzept aus Deutschland inzwischen auch in die USA. Wen in New Yorker der Hunger auf deutsches Essen packt, der hat seit April Kurzem ein neues Ziel: die erste Aldi-Filiale mitten im Stadtteil Queens.

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Die Schwarz-Gruppe verbuchte im Jahr 2010 einen Umsatz von 28,4 Milliarden Euro und landet damit auf Rang vier der größten Lebensmittelhändler in Deutschland. Zu der Gruppe gehört neben Kaufland vor allem der Discounter Lidl, der auch stark im Ausland aktiv ist. 2010 gewann Lidl den Wettbewerb „Händler des Jahres 2010“ und belegte den 1. Platz in der Kategorie Supermärkte. Der Preis wird vom Handelsblatt zusammen mit dem Handelsverband vergeben.

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Die Nummer drei: 30,24 Milliarden Euro setzte der Metro-Konzern 2010 im deutschen Lebensmitteleinzelhandel um. Insgesamt erwirtschaftete die Metro-Gruppe, zu der außer den gleichnamigen Cash-&-Carry-Märkten auch Real, Kaufhof sowie Media Markt und Saturn gehören, einen Umsatz von rund 67 Milliarden Euro. Internationale Rivalen der Metro sind Carrefour und Tesco.

REWE-Supermarkt
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Deutschlands Nummer zwei kommt aus Köln: Rewe setzte in Deutschland mit Lebensmitteln rund 37,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr um - ein Plus von über einer Milliarde im Vergleich zu 2009. Zu Rewe gehört neben den gleichnamigen Märkten vor allem der Discounter Penny. Der Einzelhandelsriese erprobt derzeit ein neues Metropolen-Konzept und testet in der Kölner Innenstadt, wie der erste "Rewe to go"-Shop von Passanten in stark frequentierten Top-Lagen angenommen wird.

Edeka übernimmt Spar
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In Deutschland ist die Edeka-Gruppe der größte Lebensmittelhändler. 43,5 Milliarden Euro setzt Edeka hierzulande um, ein Plus von 3,4 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr. Der Händler, zu dem auch der Discounter Netto zählt, will weiter wachsen: Noch im laufenden Jahr sollen 200 neue Märkte eröffnet werden. Mit 7700 Filialen ist der Einzelhändler bereits im Markt.

Der Supermarkt-Gigant mit seinen 7.700 Läden spürt schon jetzt erste Reaktionen der Kunden: Das Umsatzwachstum komme derzeit vor allem von den Eigenmarken, die üblicherweise billiger sind als die Markenprodukte. "Außerdem läuft heute viel über Sonderangebote", sagte Schambach. Edeka und die dazugehörige Discountkette Netto steigerten 2010 den Umsatz um 3,4 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr peilt die Supermarktkette ein Wachstum von drei Prozent an.

  • dapd
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