Edeka ruft Ware zurück

Von wegen „supergeil“

Noch vor kurzem warb die Edeka-Handelsgruppe für ihre Eigenmarke. „Supergeil“ solle diese sein. Nun muss der Lebensmittelhändler ausgerechnet ein Produkt aus diesem Sortiment zurückrufen.
Update: 28.03.2014 - 17:16 Uhr 4 Kommentare
Edeka muss das Apfelmus seiner Marke „Gut & Günstig“ zurückrufen. Quelle: dpa

Edeka muss das Apfelmus seiner Marke „Gut & Günstig“ zurückrufen.

(Foto: dpa)

HamburgVon wegen „supergeil“: Vor wenigen Wochen sorgte Edeka mit einem Werbespot für Furore im Netz. Darin bewarb der Lebensmittelkonzern unter anderem seine Eigenmarke „Gut & Günstig“ mit den Worten „alles supergeil“. Doch wie so oft im Marketing hält der Werbespruch nicht das, was er verspricht: Edeka musste am Freitag Gläser mit Apfelmus seiner eigenen Marke zurückrufen.

Es sei nicht auszuschließen, dass sich Glasscherben in einzelnen Gläsern der Edeka-Eigenmarke „Gut&Günstig“ (Füllmenge 710 Gramm) befinden. Betroffen sei ausschließlich Ware mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 15. Mai 2016. Die Gläser des „Gut & Günstig Apfelmus“ wurden in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland sowie Teilen von Hessen und Bayern angeboten, teilte die Supermarktkette am Donnerstag auf ihrer Internetseite mit.

Bereits gekaufte Gläser können demnach in jedem Edeka- und Marktkauf-Markt auch ohne Vorlage des Kassenbons gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden.

Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass der Lebensmittelhändler Waren zurückrufen muss. Im Februar meldete Edeka mögliche Glasscherben in den Haselnusskernen von „Gut & Günstig“, im Januar stand das destillierte Wasser der Eigenmarke unter Verdacht, Alkohol zu enthalten. Günstig scheint nicht immer gut zu sein – oder „supergeil“.

Immerhin kann sich der Lebensmittelhändler trösten, dass solche Rückrufe nicht nur ihm passieren. Auch Penny musste am Freitag ein Produkt zurückrufen. Im Tiefkühl-Brokkoli der Eigenmarke Bio sind möglicherweise Chlorat-Rückstände. Betroffen seien 750-Gramm-Packungen „Bio Tiefkühl Broccoli“ mit dem Mindesthaltsbarkeitsdatum 08/2015 und 03/2016, wie das Unternehmen mitteilte. Die Ware sei aus dem Verkauf genommen, vom Verzehr werde abgeraten.

In einzelnen Proben des Gemüses seien zu hohe Rückstandsgehalte von Chlorat gefunden worden, nach Firmenangaben ein typisches Nebenprodukt etwa bei der Entkeimung von Wasser. Chlorat kann sich demnach auf die Funktionen der Schilddrüse auswirken. Kunden können den Brokkoli im Penny-Markt zurückgeben und bekommen den Preis erstattet.

Verbraucher können sich bei Edeka unter der kostenfreien Rufnummern 0800 - 333 5211 melden (Mo-So, 8-20 Uhr) oder auch unter der E-Mail-Adresse info@edeka.de.

  • dpa
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4 Kommentare zu "Edeka ruft Ware zurück: Von wegen „supergeil“"

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  • Handelsblatt superblöd.

  • Ich konnte eben auch nur den Kopf schütteln. Was soll dieser Artikel? Eine Banalität die dilettantisch aufgebauscht. Und zu allem Überfluss mit einer reißerischen und vorwurfsvollen Überschrift. Glückwunsch Bild, Seriösität ade.

  • Aber dieser Kommentar im Artikel klingt doch viel besser und macht einmal mehr deutlich, dass das Handelsblatt auf dem Weg ist, die 2. "BILD-Zeitung" zu werden.

  • Was soll denn dieser bescheuerte Kommentar ? Steht der Redakteur auf der Payroll von Aldi etc ?
    Es ist absolut nichts ungewöhnliches, dass Rückrufaktionen von Lebensmittelhändlern gestartet werden - jeder ist dabei.
    Nur sollte man wissen, dass kein Edeka Mitarbeiter am Band gestanden hat als das zurückgerufene Produkt verpackt wurde und hat voller Eifer dort vorher Glasscherben hineingetan.
    Dies haben Zulieferer zu verantworten und nicht Edeka und Co. Und um es gleich vorweg zu sage : Nein, es ist nicht möglich jedes Glas vor dem Aufstellen im Supermarkt zu prüfen.
    Im Gegensatz dazu sind die Autohersteller (Millionen Rückrufe ) oftmals direkt für Fehler verantwortlich.

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