Edeka und Kaiser's

Norma hält an Klage gegen Ministererlaubnis fest

Die Chefs von Edeka und Tengelmann kämpfen mit allen Mitteln darum, die Fusion zu realisieren. Bei einem Treffen will man Rewe davon überzeugen, von der Klage abzusehen. Konkurrent Norma hält daran jedoch weiter fest.
Der Rivale Norma hält an seiner Klage gegen die Ministererlaubnis für die Fusion fest. Quelle: dpa
Kaiser's Tengelmann

Der Rivale Norma hält an seiner Klage gegen die Ministererlaubnis für die Fusion fest.

(Foto: dpa)

DüsseldorfKurz vor dem Krisentreffen zur Zukunft der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann hat Konkurrent Norma erklärt, dass er an seiner Beschwerde gegen die Ministererlaubnis für die Fusion mit Edeka festhält. Norma sehe „Stand heute (...) keine Veranlassung, unsere rechtliche Position zu verändern“, teilte eine Sprecherin am Donnerstag mit.

Norma hatte vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf Beschwerde gegen die Sondererlaubnis von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel für die Fusion von Kaiser's Tengelmann und Edeka eingelegt – ebenso wie die Wettbewerber Rewe und Markant. Kaiser's ist nun von der Zerschlagung bedroht. Ein Markant-Sprecher wollte sich nicht zu der Frage äußern, ob Markant von seiner Klage abrücken wolle.

Bei dem Spitzentreffen am Abend in Frankfurt, zu dem die Chefs von Edeka, Tengelmann und Rewe sowie Verdi-Chef Frank Bsirske erwartet werden, soll es Insidern zufolge auch um die Frage gehen, ob Rewe zu einem Verzicht auf die Klage gegen die Ministererlaubnis bereit wäre. Vor allem Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub setze auf ein solches Zugeständnis. Er erhoffe sich von einem solchen Schritt Rewes auch Signalwirkungen auf die beiden anderen Kläger. Damit könnte der Weg zur Fusion doch noch frei gemacht werden. Andere Insider äußerten indes massive Zweifel daran, dass dieser Plan aufgehen könnte.

Diese Händler machen Deutschland satt
Platz 10: Globus
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Die Supermarktkette aus dem Saarland entwickelte bereits 1966 ein Konzept, das einem modernen Supermarkt ähnelt. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 18.500 Mitarbeiter in 46 SB-Warenhäusern. Im Jahr 2015 erreichte die Globus-Gruppe einen Umsatz von 4,82 Milliarden Euro.

Quelle: TradeDimensions

Platz 9: Rossmann
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Die Drogeriekette kann den Umsatz mit Lebensmitteln im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Waren es 2014 noch 5,41 Milliarden Euro, machte Rossmann im vergangenen Jahr 5,75 Milliarden Euro Umsatz. Die Drogeriekette von Dirk Roßmann verkauft vor allem Bio-Lebensmittel und Wein.

Platz 8 : dm
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Der erste dm-Markt eröffnete 1973 in Karlsruhe. Heute ist dm in zwölf europäischen Ländern mit über 3.200 Marken präsent. Mit 7,03 Milliarden Euro Umsatz dürfte der Drogeriekonzern durchaus zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken.

Platz 7: Tengelmann
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2015 gehörte die Handelskette aus Mühlheim an der Ruhr noch zu den größten Lebensmittelhändlern der Republik mit einem Umsatz von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2015. Im März 2016 wurde allerdings die Übernahme durch den Konkurrenten Edeka von Wirtschaftsminister Gabriel genehmigt.

Platz 6: Lekkerland
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Der Handelsriese mit Sitz in Frechen beliefert vor allem die Shops von Tankstellen und kleine Büdchen. Das Geschäft mit dem Spontan- und Spätkauf katapultiert Lekkerland unter die größten Händler mit einem Umsatz von 9,08 Milliarden Euro.

Platz 5: Metro-Gruppe
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Zum Dax-Konzern gehört mit Metro Cash&Carry nicht nur der führende Lebensmittel-Großhändler, sondern auch die real-Supermärkte. Damit nehmen die Düsseldorfer unter Deutschlands Lebensmittelhändlern eine führende Position ein. Dennoch büßte die Gruppe im Vergleich zu 2014 mehr als drei Milliarden Euro ein und brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz in Höhe von 26,13 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür ist der Verkauf der Warenhaussparte Galeria Kaufhof.

Platz 4: Aldi
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Beim Lebensmittelabsatz landet der Discounter auch in diesem Jahr nicht auf dem Treppchen – überholt aber Metro und landet auf Platz vier. Der Umsatz stieg 2015 auf 27,8 Milliarden Euro. Aldi Nord und Aldi Süd legten gemeinsam um 1,5 Prozent zu.

Das Gericht hatte die Ministererlaubnis Gabriels auf Antrag der Handelsunternehmen Rewe und Markant in einem Eilverfahren auf Eis gelegt. Wenn Rewe von seiner Klage abrücken sollte, müssten auch Markant und Norma zurückstecken, um Edeka den Zugriff auf Kaiser's Tengelmann zu erlauben. Haub hatte in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass Kaiser's Tengelmann zerschlagen werden könnte, wenn die Kette nicht an Edeka geht.

  • rtr
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