Eigener Lieferdienst Amazon lässt UPS und Fedex zittern

Amazon will mit einem eigenen Lieferservice in den USA den Paketdiensten Konkurrenz machen. Die Aktien von UPS und Fedex brechen ein.
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Der Konzern macht auf dem amerikanischen Markt Paketzustellern wie UPS und Fedex Konkurrenz. Quelle: Reuters
Amazon-Pakete

Der Konzern macht auf dem amerikanischen Markt Paketzustellern wie UPS und Fedex Konkurrenz.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfEin neues Vorhaben von Amazon lässt die großen Lieferdienstunternehmen in den USA erzittern. Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ startet Amazon demnächst seinen eigenen Paketdienst. Demnach soll der Service namens „Shipping with Amazon“, kurz SWA, in den kommenden Wochen in Los Angeles testweise starten und im Laufe des Jahres in weiteren Städten der USA eingeführt werden.

SWA soll vorerst nur für Händler verfügbar sein, die ihre Waren auf der Amazon-Webseite zum Verkauf anbieten. Der Dienst holt die Pakete und Päckchen mit den Waren direkt bei den Händlern ab und liefert sie an die Kunden aus. Zu einem späteren Zeitpunkt soll der Service auch anderen Unternehmen offenstehen. Eine geeignete Infrastruktur zumindest für die großen Städte hat Jeff Bezos’ Konzern bereits: In den USA betreibt Amazon bereits eine eigene Lieferwagen- und Flugzeugflotte. SWA wurde bereits in London getestet.

Dass Amazon sich von externen Logistikunternehmen unabhängiger machen will, ist zwar schon seit Längerem bekannt. Der bevorstehende Start von SWA, dessen Bestätigung noch aussteht, sorgt bei den Platzhirschen der US-amerikanischen Logistik jedoch für große Nervosität. Denn laut dem „Wall Street Journal“ plant Amazon, die Preise seiner Konkurrenten UPS und Fedex zu unterbieten.

UPS äußerte sich zwar zurückhaltend und ließ lediglich mitteilen, dass man grundsätzlich keine Geschäftsstrategien von Kunden, die UPS-Dienste betreffen, kommentiere. Auch Fedex wollte keine „hypothetische Situation“ bewerten. Die Aktien der Unternehmen befanden sich am Freitag jedoch im Sinkflug: Das UPS-Papier verlor zum Börsenstart über 8 Prozent, die Fedex-Aktien fielen um gut 7 Prozent.

Amazon hat den WSJ-Insidern zufolge auch vor, seine Prime-Lieferungen auszubauen, und startet zu diesem Zweck den Logistik-Service „FBA Onsite“. Damit könnten sich Händler direkt für „Amazon Prime“ qualifizieren und ihre Waren von ihrem eigenen Lager versenden, ohne die sie vorher zu einem Amazon-Lager schicken zu müssen. „Amazon Prime“ garantiert die Zustellung der Artikel spätestens am Folgetag der Bestellung.

Für Amazon könnte sich der Einstieg in die Branche lohnen: Experten schätzen die Jahresumsatz des globalen Zustellmarktes auf rund 400 Milliarden Dollar.

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