Eigenkapitalquote steigt auf acht Prozent
Großaktionäre ziehen bei EnBW-Aktienplatzierung mit

Der baden-württembergische Energieversorger EnBW hat mit der Platzierung eigener Aktien 288 Mill. € eingenommen und damit sein Ziel von 300 Mill. € fast erreicht. Die Eigenkapitalquote des kapitalschwachen Konzerns steigt damit auf über acht Prozent.

HB STUTTGART. Insgesamt seien Bezugsrechte für knapp 11,3 Mill. Aktien zu je 25,60 € ausgeübt worden, teilte die Energie Baden-Württemberg (EnBW) am Mittwoch mit. Das entspreche einer Akzeptanzquote von 91,9 %, sagte ein Sprecher. Angeboten wurden gut 12,2 Mill. Aktien. Ankündigungsgemäß zogen die beiden Großaktionäre Electricite de France (EDF) und OEW (Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke) bei der Platzierung voll mit. Sie übten Bezugsrechte über insgesamt 210 Mill. € aus. Ihre gleich hohen Beteiligungen von bisher je 34,5 % steigen damit leicht an.

Mit der Transaktion hat die EnBW ihre auf 7,2 % geschrumpfte Eigenkapitalquote etwas aufgebessert und den Bestand eigener Aktien wie vorgeschrieben auf unter zehn Prozent abgebaut. Der Konzern war Ende 2003 mit mehr als acht Mrd. € verschuldet. Mit der Aktienemission kam der Strom- und Gasversorger einer Forderung von Ratingagenturen nach. Standard & Poor's hatte die Bewertung für die langfristigen Verbindlichkeiten kürzlich auf „A-“ herabgestuft.

Die beiden Großaktionäre wollen dem Unternehmen zudem mit jeweils 175 Mill. € in Form von nachrangigen, fünf Jahre laufenden Gesellschafterdarlehen unter die Arme greifen. Diese gelten aber nicht als Eigenkapital.

In Stuttgart notierte die EnBW-Aktie am Mittwoch bei 25,30 €.

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