Eigenmarken
Media-Markt legt sich mit der Industrie an

Europas größter Elektrohändler bringt erstmals Eigenmarken in die Geschäfte. Mit "ok" und "Koenic" baut die Metro-Tochter eigene Marken auf und lässt sie in China produzieren. Damit bläst die Handelskette zum Angriff auf die etablierten Anbieter.
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MÜNCHEN/DÜSSELDORF. Media-Saturn geht zum Angriff über: Noch vor Weihnachten wird die Metro-Tochter in Deutschland Kühlschränke, Toaster oder Elektrokabel unter den Kunstmarken "ok" und "Koenic" vermarkten. Zwei weitere Eigenmarken mit den Namen "peaq" und "isy" sollen im kommenden Jahr das Geschäft mit Fernsehern, Laptops und Zubehörteilen aufmischen. "Wir bieten mehr Wert für weniger Geld", umschreibt Media-Saturn-Chef Roland Weise das Konzept.

Europas größter Elektrohändler begeht damit einen Tabubruch: Denn bislang verkauften die mittlerweile 845 Großmärkte von "Media Markt" und "Saturn" ausschließlich Markenware bekannter Hersteller wie Bosch, Siemens oder Sony. Damit ist es jetzt vorbei: "Wir rechnen mit Verdrängung", sagt Einkaufschef Wolfgang Kirsch. Man werde die Eigenmarken rund zehn Prozent günstiger anbieten als die etablierte Ware "bei teilweise besserer Leistung".

Dabei kommt ein Teil der Ware einfach in neue Kartons. So ist Bosch-Siemens Hausgeräte (BSH) der Lieferant von "Koenic". Der stolze Hausgerätehersteller muss sich der Macht des größten Händlers beugen und Kühlschränke und Stabmixer unter dem Billiglabel anbieten. Ein weiterer Lieferant ist die taiwanesische Foxconn, die bereits als Auftragsfertiger für Sony und Apple auftritt. Media-Saturn-Chef Weise sagte zudem, dass er auf der Branchenmesse IFA in Berlin mit einem halben Dutzend weiterer Hersteller gesprochen habe, die ebenfalls ihre Geräte unter den neuen Namen laufen lassen werden. In Hong Kong baut das Unternehmen zudem eine eigene Einkaufsabteilung auf, die insbesondere die Qualität im Auge behalten soll. "Die Qualität muss stimmen, wir wollen nicht einfach nur billiges Zeug aus asiatischen Fabriken verkaufen", betont Einkaufschef Kirsch.

Die Ingolstädter nehmen einen Trend auf, der den Einzelhandel immer stärker erfasst. Ausgehend vom Lebensmittelgeschäft breiten sich die Kunst- und Eigenmarken der Handelsunternehmen immer weiter aus. Auf die Spitze treiben es die Discounter Aldi und Lidl, die bis zu neunzig Prozent ihres Sortiments mit Eigenmarken füllen. Die Gewinnspannen der Eigenmarken sind in der Regel deutlich höher, die Macht der Händler über die Produzenten wächst.

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  • "Was kümmert MM die Arbeitplätze in Deutschland"

    Hab mir neulich einen Toaster kaufen müssen, der alte war kaputt und am nächsten MOrgen wollte ich Toast. Chinaramsch bei Mediamarkt konnte leider keine Graubrotscheibe, also musste ich zum schweineteures braun in Hochglanz greifen, es gab in allen lokalen Läden nichts anders.

    Ja, Deutschland hat da gut dran verdient, denn der ist jenau wie jeder Chinaramsch für 2.50 EUR in China produziert wie man am innenleben sieht, nur nicht für 10 sondern für 40 EUR hier verkauft worden, also mindestens 75% gehen in deutsche Taschen von Leute die nichts dafür tun ausser die Hand aufzuhalten.

    Als Käufer wird man nur beschissen, demnächst gibt's einen ehrlichen Chinesen dafür.

    SPERRT ALLE WUCHERER UND bETRÜGER EiN !

  • Auch in den billigst produzierenden Ländern ist eine Lohnbewegung im Gange, aber die Arbeiter haben es ungleich schwerer von ihrem Lohn auch leben zu können, bei Arbeitsbedingungen, die irw hier nicht einmal erfassen können.
    Und nun will MM noch billiger produzieren, um seine Raffgier steigern zu können.
    Daher empfehle ich allen Kunden, woanders und markenorientiert zu kaufen.

  • ..."Ausgerechnet Aldi mit der Kunstmarke "Medion" machte"...dachte Medion ist eine eigenständige Marke, die zwar sehr stark abhängig von Aldi ist, aber das Aldi die Marke "erdacht" hat, wäre mir neu...siehe Firmengeschichte der Medion AG

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