Eignerfamilien wollen Mehrheit behalten
Metro-Großaktionär verkauft Aktien

Der Metro-Großaktionär Schmidt-Ruthenbeck will einen kleineren Teil seiner Anteile an den Handelskonzern verkaufen. Insgesamt wollen die drei Eignerfamilien, zu denen außer Schmidt-Ruthenbeck auch die Familien Beisheim und Haniel gehören, ihre Mehrheit am Metro-Konzern nicht gefährden.

HB DÜSSELDORF. Die Suprapart AG, eine Investmentgesellschaft der Familie Schmidt-Ruthenbeck, veräußert ihre Beteiligung von 5,39 Prozent. Die Eignerfamilien des Handelsriesen Metro wollen ungeachtet des Verkaufs eines Aktienpakets von mehr als fünf Prozent die Mehrheit an dem Konzern behalten. „Die Familien Beisheim, Haniel und Schmidt-Ruthenbeck sind von der positiven Entwicklung und den langfristigen Perspektiven des Unternehmens überzeugt“, erklärte Haniel-Chef Eckhard Cordes am Freitag, der auch Vorsitzender des Pools der Anteilseigner ist. „Weitere Anteilsverkäufe sind nicht geplant.“

Die Investmentbank J.P. Morgan hatte am späten Donnerstagabend mitgeteilt, die von der Familie Schmidt- Ruthenbeck kontrollierte Investmentgesellschaft Suprapart AG trenne sich von insgesamt knapp 17,5 Mill. Metro-Aktien. Diese würden im beschleunigten Bookbuilding-Verfahren bei institutionellen Anlegern platziert werden. Das Paket, das einer Beteiligung von 5,39 Prozent entspricht, hat den Angaben zufolge ein Volumen von rund 787 Mill. Euro. In Branchenkreisen hieß es, Schmidt habe für Verkauf „familiäre Gründe“ angeführt.

Die Metro-Aktien reagierten am Freitagvormittag mit heftigen Kursabschlägen auf die Nachricht vom Verkauf. Die Papiere notierten mit einem Minus von über drei Prozent bei 43,60 Euro.

Die drei Familien sind seit 1967 als wesentliche Anteilseigner bei dem Handelsriesen engagiert. Haniel hält zudem auch Beteiligungen an Celesio, Belfor und Takkt. Auch J.P. Morgan erklärte, der Pool plane keine weiteren Verkäufe. Cordes, der auch Aufsichtsratschef der Metro ist, hatte erst im Mai bei der Metro-Hauptversammlung erklärt, die Großaktionäre würden sich zu einem langfristigen Engagement bei dem Konzern bekennen. Trotzdem hatte es immer wieder Marktgerüchte über einen Ausstieg der Großaktionäre gegeben. Vor der Transaktion hielten die Gesellschafterstämme Haniel, Beisheim und Schmidt insgesamt rund 55,6 Prozent des stimmberechtigten Kapitals. Auf die drei Familien entfielen dabei jeweils rund 18 Prozent der Anteilsscheine.

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