Einheitsticket ab Montag
Bahn verkauft Billigtickets bei McDonald's

Für knapp 25 Euro durch das ganze Land: Zum zweiten Mal nutzt die Bahn AG ab kommenden Montag eine Filialkette für den Vertrieb von Blankotickets.

HB BERLIN. Nachdem es im Mai vergangenen Jahres ein Zweierpack bei Lidl für 49,90 Euro gab, werden diesmal „Viererketten“ für 99 Euro bei McDonald's angeboten, wie die Schnellrestaurant-Kette und die Bahn am Donnerstag offiziell bekanntgaben. Von Verbraucherschützern kam Kritik an der Aktion.

Insgesamt wirft die Bahn vier Millionen Fahrkarten - die vierfache Menge wie im Vorjahr bei Lidl - oder ein Umsatzvolumen von 99 Millionen Euro auf den Markt. Die Tickets müssen bis 1. Juni „abgefahren“ sein. Der Preis pro Fahrt bleibt nahezu unverändert bei knapp 25 Euro. Er gilt für die einfache Fahrt 2. Klasse über eine beliebige Distanz innerhalb Deutschlands. Allerdings gibt es bei dem neuen Paket die Einschränkung, dass die Tickets nicht an Freitagen und Sonntagen gelten. Bahnsprecherin Monika Bloch riet dazu, vor Fahrtantritt Plätze in den gewünschten Zügen zu reservieren.

Die Tickets gelten auch in ICE-, Euro- und InterCity-Zügen. Aufpreise müssen lediglich im Sprinter-ICE, in den Zügen von DB NachtZug und CityNightLine bezahlt werden. „Pro Person und Verkaufsvorgang“ können maximal fünf Hefte gekauft werden, wie die Bahn formulierte. Formell endet die Verkaufsaktion am 30. März, Bloch gab sich aber sicher, dass bis dahin längst alle Tickets abgesetzt sind.

Indessen hagelte es wieder von allen Seiten Kritik. Die Stiftung Warentest erklärte, zwar seien die Tickets bei weiten Fahrten ein „kaum zu unterbietendes Schnäppchen“. Auf kurzen bis mittleren Strecken gebe es aber billigere Angebote. Auch hätten Wochenendausflügler nichts von dem Ticket, denn dann gelte es nicht. Der Deutsche Reisebüroverband bemängelte im „Tagesspiegel“, der Kunde kaufe die Katze im Sack, da er keine Beratung habe. Die Verbraucherzentrale Bundesverband beklagte fehlende Übersichtlichkeit des Angebots.

Auch von der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs kam Kritik. Es müsse deutlich werden, wie viele Fahrscheine pro Filiale zur Verfügung stünden, betonte ein Sprecher in der Zeitung.

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