Einlenken der Gesellschafter der Internet-Apotheke unklar
Karstadt-Quelle stoppt Gespräche über Einstieg bei Doc Morris

Der Essener Warenhaus- und Versandhandelskonzern Karstadt-Quelle hat nach eigenem Bekunden die Verhandlungen über einen Einstieg bei der Internet-Apotheke Doc Morris im niederländischen Landgraaf abgebrochen. „Wir sind aus den Verhandlungen ausgestiegen“, sagte am Dienstag Quelle-Sprecher Erich Jeske.

cs/HB DÜSSELDORF. Wie bereits im Handelsblatt berichtet, herrschte zwischen den Verhandlungspartnern zuletzt Uneinigkeit über den Kaufpreis, den die Doc-Morris-Miteigentümer 3i und Technonord verlangten. Die Risikokapitalgesellschaften, die rund zwei Drittel des Firmenkapitals halten, hätten für ihre Beteiligung einen Kaufpreis von mindestens 30 Millionen Euro verlangt. „Das ist einfach zu hoch, deshalb haben wir keinerlei Interesse an dem Thema“, hieß es in Unternehmenskreisen.

Unklar blieb am Dienstag aber, ob 3i und Technonord bei ihrem Verkaufspoker den Angebotspreis nun nach unten korrigieren werden. Die Sprecher beider Gesellschaften waren für einen Kommentar nicht zu erreichen.

Doc Morris gilt als größte Versandapotheke Europas. Über das Internet bietet sie viele Medikamente billiger an als die klassischen Apotheken. Da das von Ralf Däinghaus gegründete Unternehmen von den Niederlanden aus agiert, ist es nicht an die deutsche Preisverordnung für Arzneimittel gebunden.

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