Einsparungen
Deutsche Post sieht sich auf Kurs

Die Deutsche Post geht davon aus, wie geplant die vorgesehenen Einsparungen von einer Milliarde Euro bis Ende 2010 zu erreichen.

dpa BONN. 40 Prozent des Einsparpotenzials seien bereits ausfindig gemacht, sagte Finanzvorstand John Allan "Euro am Sonntag". Neben Kürzungen bei Reisebudgets und der Informationstechnologie hat das Unternehmen auch einen konzernweiten Einstellungsstopp bei den unterstützenden Funktionen wie Verwaltung, Finanzen oder Marketing verhängt. Gleichzeitig kündigte Allan eine weitere Kürzung der Investitionen an. 2009 wolle der Konzern 1,6 Milliarden Euro investieren nach 1,7 Milliarden im laufenden Jahr.

Größere Zukäufe plant die Deutsche Post in dem schwierigen Umfeld nicht. In den nächsten zwölf bis 24 Monaten wolle man sich auf kleinere Akquisitionen beschränken. Dabei gehe es um Firmen mit einem "Umsatz im ein- bis zweistelligen Millionenbereich". Die Übernahme von Unternehmen mit einem Umsatz im dreistelligen Millionenbereich "dürfte allenfalls die Ausnahme bleiben", sagte Allan.

Der Manager trat zugleich Spekulationen entgegen, die Deutsche Bank könnte die Post-Tochter Postbank entgegen der ursprünglichen Pläne auch in einem Schritt übernehmen. Auslöser dieser Spekulationen war die beschleunigte Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank. Allan sagte, die Deutsche Post habe einen "sehr klaren Vertrag". Er gehe fest davon aus, dass der Deal zu den vereinbarten Konditionen zustande komme. Auch der Zeitplan sei klar. "Wir sind auf Kurs, um die Transaktion Anfang 2009 planmäßig abzuschließen."

Im September hatten sich die Deutsche Bank und die Post auf einen Einstieg des größten deutschen Kreditinstituts bei der Postbank verständigt. Danach erwirbt die Deutsche Bank für knapp 2,8 Milliarden Euro zunächst 29,75 Prozent an der Postbank.

Unterdessen laufen die Verhandlungen der Post über eine Kooperation mit dem US-Expressdienstleister United Parcel Service (UPS) weiter. Man führe gute und konstruktive Gespräche. Die Verhandlungen seien bis Jahresende exklusiv, sagte Allan. Sollte es bis dahin wider Erwarten doch keine Einigung geben, habe man Alternativen. Die Post arbeitet in den USA bereits mit ABX und Astar zusammen. Nach Milliardenverlusten hatte die Post im November den Rückzug aus dem eigenen US-Expressgeschäft angekündigt. Insgesamt fallen 14 900 Jobs weg.

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