Einstieg in Kaffeekapselmarkt
McDonald’s will Starbucks einen einschenken

McDonald’s steckt mitten in der Identitätskrise. Das jahrzehntelange Wachstum stagniert, die Kunden laufen davon. Helfen soll jetzt schwarzes Gold: Der Burger-Brater wildert im Kaffeerevier von Starbucks.
  • 2

San FranciscoDas Beste an McDonald’s ist für viele der Kaffee. Und es wird noch besser: Bald kann man den genießen, ohne hinzugehen und sich in die Schlange stellen zu müssen. Der Fast-Food-Riese aus den USA bringt seinen Kaffee in die Supermarktregale, zunächst in den USA. Im Angebot sind gemahlener Kaffee verschiedener Sorten und natürlich die hochattraktiven und vor allem margenstarken Kaffeekapseln.

McDonald’s ist in den USA ein klarer Geheimtipp, wenn es um einen schnellen, guten und vor allem preiswerten Becher Kaffee am frühen Morgen geht. Wo Starbucks abgebrühte 2,25 Dollar verlangt, kommen McDonald’s-Kunden mit 1,30 Dollar davon. Der mit harten Bandagen ausgetragene Frühstückskrieg zwischen McDonald’s, Dunkin’ Donuts, Starbucks und Burger King hat im positiven Sinne seine Spuren hinterlassen. Qualität muss auch zum kleinen Preis angeboten werden. Jetzt will der Burger-Brater in die heimische Kaffeemaschine.

Michael Schaefer, Chefanalyst für den Getränkemarkt bei Euromonitor, sieht den Vorstoß als Herausforderung für die etablierten Marken in den USA. Das gilt insbesondere für abgepackte Kaffees im Supermarkt: „Etablierte Marken wie Maxwell House oder Folgers verlieren an Mittelklasse- oder Premiumanbieter wie Dunkin’ Donuts, Peet’s, Starbucks und andere. Das ist ein Bereich, in dem ein hoher Bekanntheitsgrad von McDonald’s zusammen mit der Marktmacht von Kraft einen echten Eindruck hinterlassen können“, zeigt er sich gegenüber Handelsblatt Online sicher. Der Kaffeemarkt in den USA ist laut Euromonitor 12,8 Milliarden Dollar groß und wird bis 2018 auf 15,2 Milliarden Dollar steigen. Die Marke McCafé ist eine Partnerschaft mit dem Nahrungsmittelriesen Kraft Foods.

Was die Auswahl angeht, kann sich McDonald’s locker mit dem unübersichtlichen Angebot von Starbucks messen. In den Regalen werden sich Premium Roast, Breakfast Blend, French Roast, Colombian, Premium Roast koffeinfrei, French Vanilla, Hazelnut und eine Sonderausgabe French Roast in ganzen Bohnen drängeln. Greg Watson, Vice President für Menü-Innovationen bei McDonald’s, geht gegenüber burgerbusiness.com davon aus, man werde „eine Menge davon“ ab 2015 verkaufen können.

Seite 1:

McDonald’s will Starbucks einen einschenken

Seite 2:

Späte Rache an Starbucks?

Kommentare zu " Einstieg in Kaffeekapselmarkt: McDonald’s will Starbucks einen einschenken"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Dass der Kaffee bei McDonalds das beste ist, kann ich unterschreiben. Für mich eigentlich das einzige...

    Aber Kaffee-Pulver in McDonalds-Verpackung (für vermutlich viel Geld...) werde ich mir trotzdem nicht unbedingt kaufen (genauso wenig wie Starbucks oder ähnliches). Der Kaffee-Geschmack ist doch neben dem Kaffee-Pulver auch mindestens so stark von der Art der Zubereitung - sprich v.a. der Maschine abhängig (Temperatur, Brühzeit, Druck, Milch,...). Nur, weil ich Kaffee-Pulver mit güldenem M auf der Verpackung in meine Filtermaschine kippe, schmeckt der Kaffee nicht so, wie im Restaurant... Bei den Kapseln mag es evtl. machbar sein, aber die lehne ich aus anderen Gründen ab..

    Im großen und ganzen also nur Marketing.

  • Mc Donald laufen die Kunden weg.

    Erkennen es nun endlich die Menschen.

    Erfreulich, hielte dieser Trend an.


    Wieviele Jahrzehnte dauerte der Kampf mit der Zigaretten Industrie.

    Des Menschen geistiger Fortschritt gleicht dem Gemüt eines Esels.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%