Einzelhändler Ahold
Höhere Kosten lassen Gewinn schrumpfen

Dem niederländischen Einzelhändler Ahold machen die höheren Lebensmittelkosten zu schaffen. Mit diesem Problem steht der Konzern nicht alleine da.
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AmsterdamDer Konzern konnte im zweiten Quartal die gestiegenen Herstellungskosten kaum an seine Kunden weiterreichen. Der Betriebsgewinn brach um 21 Prozent auf 275 Millionen Euro ein, wie der Metro -Konkurrent am Donnerstag mitteilte. Damit verfehlte das Unternehmen die Markterwartungen. Analysten hatten im Schnitt mit einem operativen Ergebnis von 309 Millionen Euro gerechnet. Ahold begründete den Rückgang auch mit den Kosten für den Konzernumbau und mit dem schwächeren Dollar.

Zu Ahold gehört zwar der niederländische Marktführer Albert Heijn, der Konzern erwirtschaftet aber mehr als die Hälfte seines Umsatzes in den USA. Dort betreibt das Unternehmen die Supermarktketten Stop & Shop, Giant-Landover und Giant-Carlisle. Die Gesamterlöse gingen um 3,5 Prozent auf 6,87 Milliarden Euro zurück. Das Management kündigte an, das Aktienrückkaufprogramm zu beschleunigen.

Ahold ist mit seinen Problemen nicht allein. Einzelhändlern in Europa und in den USA setzen gestiegene Preise für Lebensmittel zu, die sie nicht ohne weiteres an ihre Kunden weitergeben können. Diese halten sich angesichts der unsicheren Wirtschaftsaussichten und der höheren Inflation mit Einkäufen zurück. Aholds belgischer Konkurrent Delhaize , der ebenfalls einen Großteil seiner Umsätze in den USA macht, blieb im zweiten Quartal ebenfalls hinter den Erwartungen zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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