Einzelhändler
Woolworth warnt vor weiteren Einschnitten

Die Billigkaufhauskette Woolworth Deutschland sieht in der Wirtschaftskrise Chancen auf neue Kunden und Umsätze. Gleichzeitig schloss Woolworth-Chef Robert Brech nicht aus, weitere Einschnitte nach der eigentlich abgeschlossenen harten Sanierung im vergangenen Jahr nicht aus.

HB FRANKFURT. Brech sagte im Interview mit der "Financial Times Deutschland", dass das Unternehmen trotz trister Großwetterlage im Handel gut aufgestellt sei. "Wir sind stabil", erklärte Brech.

Die Kette DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG beschäftigt nach Angaben eines Frankfurter Unternehmenssprechers rund 11 000 Menschen. Bei der Sanierung 2007/2008 wurden den Angaben zufolge etwa 1000 Stellen gestrichen und etwa 800 Beschäftigte betriebsbedingt entlassen. Nur noch wenig tat sich bei der Zahl der Filialen von derzeit 323: Zwei sind 2008 neu eröffnet worden, vier wurden geschlossen. Für das aktuelle Geschäftsjahr (31. Oktober) hatte Woolworth, deren operatives Geschäft dem Investor Argyll gehört, die Marke von 900 Mio. Euro als Ziel genannt.

Das Unternehmen befinde sich in einer anderen Situation als in Großbritannien, wo die Kaufhäuser "möglicherweise zu breit aufgestellt" gewesen seien, erklärte der Sprecher. Brech sagte der "FTD", dass man wieder in der Lage sei, Chancen zu ergreifen. Dies würden die Wettbewerber spüren. Man halte am Billig-Image fest, schon um Stammkunden nicht zu verprellen. Woolworth-Konkurrenten wie Bilka oder Kaufhalle sind längst vom Markt verschwunden, Hauptwettbewerber sind heute die Lebensmittel-Discounter mit ihren Non-Food-Sortimenten und Billig-Textilketten.

Dem Sprecher zufolge hat sich bei der Warenbeschaffung die Zusammenarbeit mit der großen Einkaufsorganisation Li & Fung Trading Ltd. in Hongkong sehr bewährt. Man werde sich stärker als bislang als preiswerter und qualitätsvoller Nahversorger positionieren, der mehr zu bieten habe als die Konkurrenz.

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