Einzelhandel
HDE: 5 000 Einzelhändler vor dem Aus

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) sieht eine Pleitewelle auf den deutschen Einzelhandel zurollen. 5000 mittelständische Betriebe sollen in diesem Jahr vor der Geschäftsaufgabe stehen. Ein maßgeblicher Grund: hohe Mieten.

HB ESSEN. Angesichts der Insolvenzverfahren bei Woolworth und Hertie fordert der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) niedrigere Mieten und warnt vor weiteren Pleiten. "Die Mieten sind das Problem, das vielen Einzelhändlern jetzt das Genick bricht", sagte HDE-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung".

Nicht nur große Kaufhausketten steckten derzeit in der Krise. "5 000 mittelständische Einzelhändler werden in diesem Jahr die Waffen strecken. Über die redet niemand." Deshalb müssten Immobilienbesitzer die Mieten senken und die Politik die 2008 eingeführte Besteuerung von Mieten wieder abschaffen.

Branchenexperte Jörg Lehnerdt vom Beratungsunternehmen BBE Retail Experts plädiert derweil dafür, verstärkt auf flexible Mieten zu setzen. "Es wäre gut, wenn die Immobilienbesitzer - wie in vielen Einkaufszentren - umsatzabhängige Mieten verlangten." Sowohl bei Hertie wie auch bei SinnLeffers machten die Insolvenzverwalter zuletzt hohe Mieten für die jeweilige Schieflage verantwortlich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%