Einzelhandel
Kaiser's Tengelmann schließt Zentrale

Die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann schließt ihre Filiale. Laut einem Bericht der Lebensmittelzeitung sollen ab dem kommenden Jahr alle Geschäfte aus der Mühlheimer Konzernzentrale geführt werden. Betroffen sind rund 450 Mitarbeiter.
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HB FRANKFURT/MAIN. Die Tengelmann-Supermarktsparte Kaiser's Tengelmann räumt nach einem Bericht der Lebensmittelzeitung (LZ Net) die Firmenzentrale in Viersen. Die Geschäfte sollen vom 1. Januar 2010 an aus der Mülheimer Konzernzentrale geführt werden. Darauf habe sich am Mittwoch der Aufsichtsrat der Tengelmann-Tochter verständigt, berichtete die Zeitung auf ihrer Internetseite (LZ Net) und beruft sich auf Informationen von Kaiser's Tengelmann-Chef Raimund Luig.

Von der Verlegung seien etwa 450 der rund 1 000 Mitarbeiter betroffen. In Viersen blieben das Personal der regionalen Leitung, der Logistik und des Fleischwerkes. Wie viel Mitarbeiter tatsächlich den Umzug ins 60 Kilometer entfernte Mülheim mitmachten sei aber noch nicht bekannt. Die Mülheimer Tengelmann-Zentrale sei seit dem Verkauf von Plus zu üppig ausgestattet.

Aus unternehmensnahen Kreisen sei zu hören, dass der aufgelaufene Verlust im laufenden Geschäftsjahr einen hohen zweistelligen Millionenbetrag erreicht habe, berichtete die LZ. Bereits Mitte September habe der Tengelmann-Beirat einschneidende Veränderungen beschlossen. Demnach sei vorgesehen, die Vertriebsregion Rhein-Main- Neckar ganz oder wenigstens in Teilen zu verkaufen.

Kommentare zu " Einzelhandel: Kaiser's Tengelmann schließt Zentrale"

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  • interessant, dass auch eine Woche nach Erstveröffentlichung des Artikels noch immer keine Korrektur gegriffen hat. Offenbar liest die Seite nicht mal das Hb selbst.

  • Der eigentliche Skandal ist doch, dass wesentlich bedeutsamere Nachrichten in einem Forum wie dem hiesigen überhaupt nicht diskutiert werden. Ein blick auf andere renommierte Seiten (www.spiegel.de) zeigt auf, dass Tengelmann aktuell ganz andere Sorgen hat. Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt wegen Steuerhinterziehung gegen den Handelskonzern Tengelmann. Dabei geht es nach SPiEGEL-informationen um die Erstattung von elf Millionen Euro Stromsteuern. Das Unternehmen soll Rechnungen zurückdatiert haben.
    bereits angesichts der Größenordnung der vorgehaltenen Steuerhinterziehung, die das Ausmaß bei Zumwinkel um ein mehrfaches übersteigt, hätte erwartet werden können, dass dies auch beim Handelsblatt mitgeteilt wird. Dies gilt umso mehr, als der Chef von Tengelmann sich anderen Ortes, genauer beim Fall "Emely" (= der wegen angeblicher Unterschalgung von Pfandbons im Wert von 1.30 € gekündigten Kassieren) als Saubermann ("Du sollst kein falsche Zeugnis ablegen") hinstellt. Wenn die jetzigen Vorhaltungen nur teilweise zutreffen, ist Zuwinkel dagegen ein ehrenhafter Mitbürger!

  • Liest eigentlich keiner mehr die Meldungen gegen, die von den Praktikanten geschrieben werden?

    Überschrift:
    "Kaiser's Tengelmann schließt Zentrale"

    Vorspann:
    "Die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann schließt ihre Filiale."

    Wer schließt hier was? Die Zentrale sich selbst? Oder eine Kette, die nur eine einzige (=die) Filiale hat, daher also gar keine Kette ist, dieselbe?

    Nein, es ist wohl so, dass Tengelmann den Verwaltungsstandort Viersen schließt. Das ist natürlich keine Filiale, davon haben die Tausende, und in denen kann man einkaufen.

    Peinlich ist auch, dass weder die Zentralredaktion Düsseldorf (in der Nähe von Mülheim an der Ruhr) noch die laut Ortsmarke offenbar fürs Abschreiben aus der (Frankfurter) Lebensmittelzeitung zuständige Filialredaktion Frankfurt (in der Nähe von Mühlheim am Main) weiß, wo Tengelmann sitzt:

    "Laut einem bericht der Lebensmittelzeitung sollen ab dem kommenden Jahr alle Geschäfte aus der Mühlheimer Konzernzentrale geführt werden."

    Übrigens: Die Redaktion der Quelle LZ weiß wohl, wie man Mülheim schreibt - falls nicht, hat sie es zumindest bereits korrigiert.

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