Einzelhandel leidet
Abschreibungen und Kaufzurückhaltung belasten Carrefour

Carrefour, nach Walmart zweitgrößte Einzelhandelskette der Welt, leidet derzeit massiv unter der Kaufzurückhaltung der Kunden. Für das laufende Geschäftsjahr hat der französische Konzern daher massive Sparmaßnahmen angekündigt. Zudem haben Sonderabschreibungen die Gewinnzahlen für 2008 verhagelt.

HB. Paris. Die französische Supermarktkette Carrefour reagiert mit Preisnachlässen und Kostensenkungen auf die Kaufzurückhaltung der Kunden. Dazu kündigte die zweitgrößte Einzelhandelskette der Welt am Donnerstag bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2008 Einsparungen von 500 Millionen Euro sowie eine Senkung der Investitionen auf 2,5 nach 2,9 Milliarden Euro an. Für das Vorjahr wies das Unternehmen einen leicht um 0,3 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro gestiegenen operativen Gewinn aus. Der Nettogewinn fiel dagegen um ein Drittel auf 1,26 Milliarden Euro. Das Unternehmen machte erhöhte Abschreibungen und eine hohe Steuerlast für den Rückgang verantwortlich. Außerdem leide man zunehmend unter der schwindenden Zuversicht der Verbraucher, die ihr Geld angesichts der düsteren Ausblicke zusammenhalten.

Für 2008 will Carrefour eine unveränderte Dividende von 1,08 Euro je Aktie ausschütten. Analysten hatten mit einem Betriebsgewinn von 3,37 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 1,83 Milliarden Euro gerechnet. Carrefours niederländischer Konkurrent Ahold hatte seinen Betriebsgewinn um zwölf und die kleinere französische Kette Casino um 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Carrefour betreibt 15.000 Supermärkte in 30 Ländern und beschäftigt 490.000 Menschen.

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