Handel + Konsumgüter
Einzelhandel lockt Finanzinvestoren

Nach den Mega-Deals in den USA entdecken Beteiligungsfirmen nun auch Deutschlands Kaufhäuser. Schließlich lassen sich gerade bei Handelsunternehmen Effizienzsteigerungen schneller umsetzen und Wachstumsmöglichkeiten besser nutzen als bei schwerfälligen Industriebetrieben.

DÜSSELDORF. Der deutsche Einzelhandel wird für internationale Beteiligungsgesellschaften ein immer lohnenderes Ziel. „Während ausländische Konkurrenten die Übernahme deutscher Händler scheuen, zeigen sich Private-Equity-Firmen weitaus offensiver“, sagt Peter Löhnert, geschäftsführender Partner der M&A-Beratung First Capital Partners. Bestätigung kommt vom Frankfurter Beteiligungsspezialisten Permira: „Der Handel genießt bei unseren Investitionsvorhaben einen hohen Stellenwert“, berichtet Deutschlandchef Thomas Krenz dem Handelsblatt.

Wohin die Reise gehen könnte, zeigten in den vergangenen Monaten die Mega-Übernahmen amerikanischer Handelsunternehmen durch Private-Equity-Gesellschaften. Zum Preis von 6,6 Mrd. Dollar ging der Spielwarengigant Toys’R’Us im Juni an ein Konsortium um KKR. Fast gleichzeitig kauften Texas Pacific und Warburg Pincus das Nobelkaufhaus Neiman Marcus für 5,1 Mrd. Dollar, und erst vor wenigen Tagen bot Apax 1,5 Mrd. Dollar für den Erwerb von Tommy Hilfiger.

Der Trend könnte sich hier zu Lande bald schon fortsetzen. „Gerade Deutschland ist für uns ein sehr interessanter Markt“, sagt Permira-Chef Krenz. Seine Beteiligungsfirma gehört neben CVC, Cinven, BC Partners und Apax zu den größten Fonds-Betreuern in Europa. Im Portfolio hält das Unternehmen derzeit den Mode-Discounter Takko, den spanischen Bekleidungshändler Cortefiel und den niederländischen Handelskonzern Vendex. Die Modekette Vögele und die britischen Homebase-Baumärkte reichte man gewinnbringend weiter. Beim Bietergefecht um die Metro-Tochter Praktiker ging Permira vor wenigen Wochen allerdings leer aus.

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