Einzelhandel
Rewe will Arcandor helfen

So mancher Konkurrent prüft, welche Teile von Arcandor bei einer Insolvenz für ihn etwas sein könnten. Das würde ja auch den Mitarbeitern helfen. Rewe geht einen anderen Weg und bietet Arcandor konkrete Hilfe an. Allerdings nicht ganz ohne Selbstnutz.

HB KÖLN. Der Rewe-Konzern hat seine Bereitschaft erklärt, zur Rettung der notleidenden Karstadt-Warenhäuser beizutragen. Das Unternehmen betreibe in 50 Karstadt-Warenhäusern die Perfetto-Märkte und es sei schade, wenn diese Feinkostgeschäfte geschlossen würden, sagte Rewe-Chef Alain Caparros am Dienstag bei der Bilanz-Vorlage in Köln.

Er bedauerte, dass bei den gesamten Rettungsbemühungen um Arcandor niemand auf Rewe zugekommen sei. Die Perfetto-Feinkostmärkte sind ein Joint Venture von Karstadt (75 Prozent) und Rewe (25 Prozent). Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von 350 Mio. Euro. Rewe hat die unternehmische Führung in dem Gemeinschaftsunternehmen.

Bei einem möglichen Verkauf der Arcandor-Tourismustochter Thomas Cook würde auch REWE eine Übernahme prüfen, sagte Caparros weiter. „Wir haben die Stärke, weitere Akquisitionen zu tätigen, wenn sich Schnäppchen ergeben“. Bei dem Kölner Unternehmen sei ein möglicher Kauf von Thomas Cook derzeit aber kein Thema.

Solange es keinen Verkäufer gebe, gebe es auch keinen Käufer. In seinem Tourismusgeschäft hatte Rewe 2008 seinen Umsatz um knapp sieben Prozent auf 4,6 Mrd. Euro. Damit habe das Unternehmen seine Stellung als die Nummer drei unter den deutschen Reiseveranstaltern verteidigt.

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