Einzelhandel schwächelt
Carrefour spürt Konjunkturflaute

Italiener, Spanier und Franzosen schauen aufs Geld – das merken auch Einzelhändler wie der französische Carrefour-Konzern. Der Riese klagt über sinkende Erlöse in der Region und macht nur dank der Schwellenländer Gewinn.
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ParisEuropas größter Handelskonzern Carrefour macht die maue Wirtschaft in Südeuropa und Frankreich zu schaffen. In beiden Regionen gingen die Umsätze im ersten Quartal zurück, wie der weltweit zweitgrößte Einzelhändler nach Wal-Mart am Donnerstag bekanntgab.

Allein in Frankreich, wo 40 Prozent der Konzernerlöse erzielt werden, verzeichnete Carrefour ein Minus von 1,4 Prozent. Vor allem der Bereich Nicht-Lebensmittel läuft nicht rund. Verbraucher halten sich wegen der hohen Arbeitslosigkeit und nur geringfügig steigender Löhne mit Anschaffungen zurück. Dank robuster Geschäfte in Brasilien und China nahm Carrefour insgesamt mit 20,8 Milliarden Euro jedoch 1,3 Prozent mehr ein als noch ein Jahr zuvor.

Carrefour fährt momentan eine ähnliche Strategie wie die deutschen und britischen Rivalen Metro und Tesco. Sie stoßen nicht zum Kerngeschäft gehörende Bereiche ab und wollen den Umsatz durch Preis-Offensiven beleben.

Noch zahlt sich das nicht aus. Metro zollte seinem Konzernumbau 2012 mit einem historischen Gewinneinbruch Tribut. Tesco verzeichnete wegen hoher Abschreibungen erstmals seit 20 Jahren einen Ergebnisrückgang. Wal-Mart will seine Zahlen zum ersten Quartal am 16. Mai veröffentlichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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