Einzelhandel Südwest
Noch keine Lösung im Tarifstreit

Der zähe Tarifpoker im Einzelhandel Südwest ist noch nicht vorbei. Strittig ist vor allem die Laufzeit eines neuen Tarifvertrags. Ein möglicher Abschluss könnte Signalwirkung für andere Regionen haben.
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Korntal-MünchingenDie Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber ringen weiter um eine Lösung im Tarifkonflikt des baden-württembergischen Einzelhandels, die Signalwirkung auf für andere Regionen haben könnte. Bei den Gesprächen für die 220.000 Beschäftigten am Donnerstag in Korntal-Münchingen (Kreis Ludwigsburg) zeichnete sich bis zum frühen Abend noch keine Lösung ab. Strittig ist nach Angaben aus Verhandlungskreisen die Laufzeit eines neuen Tarifvertrags. Die Arbeitgeber legten nach Gewerkschaftsangaben kein neues Angebot vor.

Es ist die bundesweit erst sechste Verhandlungsrunde im Handel. Ein möglicher Abschluss im Südwesten könnte Signalwirkung für die anderen regionalen Tarifgespräche haben. Verdi-Verhandlungsführer Bernhard Franke sagte vor dem Start der Gespräche bei einer Kundgebung vor mehreren hundert Teilnehmern: „Die Arbeitgeber müssen zeigen, dass sie zum Abschluss bereit sind.“ Die Gewerkschaft wolle eine Einigung erzielen.

Der Verhandlungsführer der baden-württembergischen Arbeitgeber, Philip Merten, sagte, die Gespräche seien schwierig. Es werde aber eine Einigung angestrebt. Nach Darstellung der Gewerkschaft hatten sich bislang mehrere tausend Mitarbeiter des Einzelhandels an Protestkundgebungen beteiligt. Franke sagte weiter, wenn es zu keinem Abschluss komme, sollten die Protestaktionen ausgeweitet werden.

Der Offerte der Arbeitgeber von 1,5 Prozent mehr Entgelt und einer Einmalzahlung von 180 Euro für die Beschäftigten des Südwest-Einzelhandels steht die Verdi-Forderung nach einem Plus von 6,5 Prozent gegenüber. Die Branche hat bundesweit 2,9 Millionen Beschäftigte und erzielt einen Jahresumsatz von 400 Milliarden Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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