Einzelhandel will kleine Münzen behalten
Kampf um den Cent

Der deutsche Einzelhandel wehrt sich gegen alle Überlegungen, die kleinen Cent-Münzen abzuschaffen. „Wer den Cent nicht ehrt, ist den Euro nicht wert“, sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, am Donnerstag in Berlin.

HB BERLIN. Im Unterschied zu Ländern wie Finnland oder Niederlande wollten die Einzelhändler in Deutschland weiterhin auf den Cent genau abrechnen. Voraussetzung sei jedoch, dass der Staat genug Kleingeld zur Verfügung stelle, so der HDE.

Ins Gespräch gebracht wurde die Abschaffung von Ein- und Zwei- Cent-Münzen von den Banken, weil sich damit Kosten sparen ließen. Allerdings würde dies in der Praxis wohl darauf hinauslaufen, dass Preise wie 0,49 oder 0,99 Euro aufgerundet werden. In den meisten Fällen gelten solche Preise bei Lebensmitteln.

Zugleich klagte der HDE darüber, dass nicht ausreichend Ein-, Zwei-, und Fünf-Cent-Münzen zur Verfügung stünden. Das Bundesfinanzministerium habe nun aber Prägeaufträge für 1,7 Mrd. Münzen erteilt, so dass sich die Lage entspannen dürfte. Der Handelsverband BAG, der vor allem den Textil-Einzelhandel vertritt, wollte in die Debatte nicht eingreifen. Eine Sprecherin verwies darauf, dass es in ihrer Branche kaum Cent-Preise gebe.

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