Einzelhandel
Woolworth-Beschäftigte sollen in Transfergesellschaft

Alle gut 9 000 Beschäftigten der Billigkaufhauskette Woolworth sollen nach dem Willen von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann in eine Transfergesellschaft wechseln. Dies sei unverzichtbar, um eine Auffanglösung für möglichst viele Woolworth-Filialen zu ermöglichen, sagte ein Sprecher Hermanns.

HB FRANKFURT. Aus der Transfergesellschaft könnten sich der oder die neuen Investoren für die mehr als 300 Kaufhäuser dann die Mitarbeiter aussuchen, die sie übernehmen wollen. "Mit Einschnitten muss man rechnen. Aber sonst bliebe nur die Zerschlagung", erklärte Hermann. Die Gespräche mit dem Gesamtbetriebsrat über die Transfergesellschaft verliefen sehr konstruktiv.

Woolworth hatte im April Insolvenz angemeldet, der Betrieb in den Filialen geht aber weiter. Der aus den kleineren Karstadt-Warenhäusern hervorgegangene Hertie-Konzern, der im vergangenen Sommer zahlungsunfähig geworden war, hatte am Mittwoch die Suche nach einem Käufer aufgegeben und will binnen zwei Monaten schließen.

Für Woolworth Deutschland als Ganzes, aber auch für Teile des Netzes oder einzelne Filialen gibt es dem Insolvenzverwalter zufolge Interesse von Investoren aus dem In- und Ausland. Dazu gehören unter anderem Drogerieketten wie dm. Die Immobilien von 104 Filialen gehören dem Finanzinvestor Cerberus.

Die Zeit drängt: Bis Ende Juni oder Anfang Juli, wenn das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet werden soll, muss Klarheit über die Zukunft von Woolworth herrschen. Unterdessen testet das Unternehmen mit Hermanns Zustimmung alternative Konzepte: Vier Filialen werden derzeit zu "Kids' Stores" umgebaut, die sich mit Spielwaren, Kinder- und Babykleidung sowie Süßwaren an Kunden bis 12 Jahre richten.

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