Einzelhandelsumsätze stagnieren
Anteil des Einzelhandels am privaten Konsum sinkt

Obwohl der Konsum der Verbraucher in den letzten 9 Jahren deutlich anstieg, stagnierten die Umsätze der Einzelhändler. Politische Ereignisse wie die Euro-Einführung und die Terroranschläge vom 11. September 2001 sind unter anderem Ursache dieser Entwicklung.

HB DÜSSELDORF Während sich der private Konsum in Deutschland seit 1995 um 20 % erhöht hat, blieb der Umsatz des Einzelhandels auf dem Niveau von 1995 schlichtweg stehen. Denn die Bereiche Wohnen, Energie, Reisen und Telekommunikation oder auch Freizeit, Unterhaltung und Kultur machen einen immer größeren Anteil an den Konsumausgaben der Bundesbürger aus, während der Ausgabenanteil für Nahrungs- und Genussmittel oder auch für Textil und Bekleidung – also die für den Einzelhandel in erster Linie relevanten Ausgaben – deutlich sinken.

In den vergangenen beiden Jahren hat sich dieser Trend noch verstärkt. Denn zu den strukturellen Problemen kamen konjunkturelle hinzu. Die Folge: Der Umsatz des Einzelhandels ging nicht nur relativ, sondern auch absolut gesehen zurück, teilweise – je nach Branche und Betriebstyp – sogar um zweistellige Raten. Sowohl die Terroranschläge vom 11. September 2001 wie auch die psychologischen Effekte der Währungsumstellung – „Teuro“-Diskussion – sind weitere Ursachen für die Entwicklung. Folgt man den aktuellen Prognosen, dann wird zwar der Umsatz des Einzelhandels wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren, mit dem Wachstum der Konsumausgaben wird er aber auch künftig nur schwer Schritt halten können.

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